Internationales Fachgremium für Wickel und Kompressen

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Wickelzusatz Essigwasser

Wer kennt nicht den Begriff der „Essigsocken“! In der Volksheilkunde sowie bei verschiedenen kalten Kneippanwendungen wird der Essig als gängiger Wickelzusatz aufgeführt.

Ich möchte der Frage nachgehen weshalb Essig als Wickelzusatz verwendet wird und einige Erklärungsversuche aufführen.

Essig

Wird aus Alkohol gewonnen oder anders gesagt, Alkohol wird mittels Essigbakterien zu Essig abgebaut. Dazu ist Sauerstoff notwendig.

Essigherstellung

Es gibt verschiedene Herstellungsverfahren.

• Essig aus Essigessenz wird aus einem synthetischen Produkt (Brennholz/Buchenholz, Gas) hergestellt. Es enthält bis max. 25% Essigsäure, ist stark ätzend und ungenießbar. Dieser Essig ist für naturheilkundliche Zwecke nicht geeignet.

• Gärungsessig wird hergestellt aus alkoholischen Flüssigkeiten wie z.B. Wein, Apfelmost oder Honigwein (Met). Verschiedene Inhaltsstoffe des Ausgangsproduktes bleiben dabei erhalten. Bei Apfelessig z.B. Mineralstoffe (K, Na, Ca) und Vitamine (A, B, C) Fruchtsäure und Pektin.

Speiseessig im Handel enthält zwischen 5 – 6 % Essigsäure und Spuren von Alkohol. Er ist sauer mit einem pH Gehalt von ca. 3,0.

Essig wirkt äußerlich angewendet u.a. desinfizierend, antibakteriell und fungizid. Empfohlen wird eine gute Qualität vorzugsweise bio Ware zu verwenden. Dabei ist auch der Geruch angenehmer.

Geschichte

Essig gilt als ein erprobtes Antibiotikum der Antike. Bereits Hippokrates setzte Essig als Zusatz von Wundverbänden ein und kannte seine desinfizierende Wirkung.

In der zeitgenössischen Literatur wird der Essig als Zusatz von fiebersenkenden Wadenwickeln den „Essigsocken“ oder als Beigabe zur Kneipp’schen Waschung oder dem kalten Lendenwickel empfohlen.

Essig im Wickelwasser

Eine kühle Kompresse mit Wasser zubereitet hat die physikalische Eigenschaft dem Körper via Hautkontakt Wärme abzuleiten. Dieses Prinzip wird als wärmeentziehender Wickel/ Kompresse bezeichnet.

Je tiefer die Wassertemperatur, oder je größer der Temperaturunterschied zur Hauttemperatur je intensiver ist die Reizwirkung der Wärmeableitung.

Essigwasser (mit Gärungsessig ca. 5%) weist im Vergleich zu Wasser durch seine chemische Zusammensetzung eine verlängerte Verdunstungszeit auf. Somit kann die kühlende Wirkung intensiviert werden. Als Zugabe im Wickelwasser wird dadurch die wärmeableitende Wirkung unterstützt und die Reizwirkung gesteigert.

Zusätzlich wird dem Essigwasser eine Unterstützung des Säureschutzmantels der Haut zugesprochen. Durch den Säuregehalt des Essigs wird der schwach saure pH-Wert der Haut (ca. pH 4,5) in seiner Schutzfunktion der Abwehr von Mikroorganismen wirkungsvoll unterstützt.

Bei einer abwehrstärkenden Wirkung, z.B. der kalten Kneipp’schen Waschung oder bei einer fiebrigen Erkrankung ergänzt die Zugabe von Essig sinnvoll die thermische sowie die hautschützende Wirkung. Der Essig bildet einen „Mantel vor Krankheitserregern“.

Fazit: Wird eine verlängerte Kältewirkung gewünscht oder eine Unterstützung des Säureschutzmantels der Haut, kann dem Wickelwasser im Verhältnis bis 1/3 ein biologischer Essig z.B. Apfelessig beigefügt werden.

  1. Welches sind Ihre Erfahrungen in der Dosierung und der Anwendung von Essigwasser als Wickelzusatz oder zur Waschung?

  2. Haben Sie zu diesen Ausführungen fachliche Ergänzungen?

Bitte schreiben Sie mir Ihre Erfahrungen oder fachlichen Ergänzungen per Mail unter vreni@brumm.ch. Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Rubrik „Aktuelles“ mit Ihren Erfahrungsberichten ergänzt.

 

Quellenangabe:

Dieter Nentwich, Käuterweine und Essig, Eigenverlag

Menche N. Biologie-Anatomie-Physiologie, Urban Fischer Verlag 2012

Brumm/ Ducommun, Wickel und Kompressen, AT Verlag 2013

 

http://kurt.gegenbauer.org/themen/essig_inhalt.htm

http://essig.co.at

http://www.chemie.de/lexikon/Verdunstung.html

Januar 2017

Vreni Brumm, Bildung und Beratung in der Gesundheitsförderung,

CH – 8703 Erlenbach, www.vrenibrumm.ch

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Gut aufgelegt

Indikations- und wirkungsspezifische Wickel und Auflagen mit Heilpflanzen herstellen und anwenden

von Elke Heilmann-Wagner

Artikel in der Deutschen Heilpraktiker Zeitschrift

Dezember 2016

 

Neue Bücher zu Wickel und Kompressen

 Wickel - Sanfte Anwendungen für Babys und Kleinkinder

 

Neuerscheinung September 2016

Servus Verlag Wals bei Salzburg

 Autorin: Evelin Habicher

 

 

 

 

 

 

 

Servus Verlag

ISBN 978-3-7104-0063-6

Preis: € 4,99

Evelin Habicher

 

Kinder werden meist dann krank, wenn es gerade nicht passt. In der Nacht, am Wochenende oder im Urlaub. In diesen Situationen können Wickel für rasche Linderung sorgen, die Heilung einleiten oder die Zeit bis zum Arztbesuch überbrücken. Die erfahrene Krankenschwester und Wickelfachfrau Evelin Habicher zeigt Ihnen in diesem Buch, wie man mit nur zehn Wickeln gegen Fieber, Bauchschmerzen und Co. gewappnet ist.

 

Dieses Buch wendet sich an Mütter und Väter und ist als Einsteigerbuch in das Thema Wickel und Kompressen konzipiert.

 

Wickel - Alte Hausmittel neu entdecken

Neuerscheinung Oktober 2015

Servus Verlag Wals bei Salzburg

 Autorin: Evelin Habicher

 

 

 

 

 

 

 

Servus Verlag

ISBN 978-3-7104-0064-3

Preis: € 4,99

Evelin Habicher

 

Die sanfte Heilkraft der Wickel ist einfach anzuwenden und über Generationen hinweg erprobt: Wickel sind wohltuende, sanft und natürliche Helfer, wenn es darum geht, Halsweh, Husten und Co. zu lindern und die körpereigenen Abwehrkräfte zu aktivieren. Mittlerweile wurde die Heilkraft der kalten und warmen Umschläge sogar wissenschaftlich bestätigt. Die anerkannte Wickelfachfrau Evelin Habicher zeigt Ihnen in diesem Buch altbewährte und neue Wickelrezepte für Erwachsene.

 

Dieses Buch ist als Einsteigerbuch für Laien zum Thema Wickel und Kompressen konzipiert.

September 2016

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Bericht vom Besuch des Dr. A. Vogel Heilpflanzen- Schaugartens in Teufen, Appenzell AR

anlässlich der Vorstandsitzung des Internationalen Fachgremiums 2016 in Gais

Am Freitag, den 1. Juni fuhren wir gemeinsam nach Teufen zum Besuch des Schaugartens. Die Anlage befindet sich in terrassierter Hügellage oberhalb des Ortes. Uns beeindruckten die Üppigkeit, die betörenden Düfte und die Vielfalt dieser wunderbaren Anlage. Wir flanierten umgeben von Beeten mit römischer Kamille in voller Blüte, Kletterrosen in verschiedensten Farben und Varietäten, begegneten dem noch wenig bekannten Diptam, begleitet von summenden Insekten und gaukelnden Schmetterlingen. Bänke luden zum Verweilen ein.

Die Anlage ist mit einer informativen Beschilderung versehen und verhalf uns zu einer guten Orientierung. Die im Schaugarten integrierte A. Vogel Erlebnisdrogerie und das Museum zeigten uns die ehemalige Heilmittelproduktion auf. In der Drogerie war ersichtlich wie breit und umfassend das Sortiment der A. Vogel Produkte auch noch heute ist.

Ein köstliches und gesundes Apero Getränk auf der Terrasse des Herb- Bistros an der Abendsonne mit Blick auf die Appenzeller Berglandschaft rundete diesen Ausflug ab.

Inspiriert und belebt kehrten wir zum Nachtessen ins Idyll Gais zurück.

 

Impressionen von Elke Heilmann-Wagner

     

     

 

 

Kurzinformation zu Dr. A. Vogel (www.avogel.ch)

Alfred Vogel lebte von 1902-1996.

In den 1930er Jahren zog Alfred Vogel nach Teufen. Hier lebte der Naturheilkunde- Pionier, schrieb er seine erfolgreichen Gesundheitsbücher und begann Arzneimittel aus frischen Pflanzen herzustellen.

Ein Zitat von ihm lautet: „In der Natur ist uns alles gegeben, was wir zum Schutz und Erhalt der Gesundheit benötigen.“

Er engagierte sich sein ganzes Leben lang für die Naturheilkunde, reiste auf jeden Kontinent der Erde und entdeckte neue Pflanzen. Ein Beispiel dazu ist der Sonnenhut (Echinacea purpurea) den er bei den Sioux Indianern (Nordamerika) kennen lernte und uns mittlerweile bestens bekannt ist.

 

Susanna Anderegg, Bern

24.07.2016

 

Schnell-Kompresse für eine Gedanken-Pause mit Hydrolat (Duftwasser)

 

Wirkt

  • erfrischend

  • klärend

  • belebend

  • inspirierend

Anwendung bei

  • anstrengender Kopfarbeit

  • langem Sitzen vor dem PC

  • beginnenden Kopfschmerzen

Material

  • Kompakt gepresstes Erfrischungstuch, z.B. Linosoft/magic (Migros)

  • Kleines Schälchen

  • Hydrolat (Duftwasser) oder Teeaufguss,

  • Pfefferminzhydrolat zur allgemeinen Erfrischung,

  • Rosenhydrolat zur Unterstützung des Wohlbefindens.

Zubereitung

  • Giessen Sie 10 ml des gewünschten Hydrolats (Duftwasser) in ein Schälchen.

  • Geben Sie das Erfrischungstüchlein in die Flüssigkeit. Das Tüchlein quillt auf.

  • Entrollen Sie es sorgfältig.

  • Legen Sie das Tüchlein auf die entsprechende Stelle; die Stirne oder den Nacken.

  • Nehmen Sie sich Zeit und geniessen Sie die erfrischende Wirkung.

Vorsicht

  • Unverträglichkeiten beachten.

  • Pfefferminzhydrolat darf nicht mit den Augen in Kontakt kommen.

Tipp

  • Rosenhydrolat kann als entspannende Augenkompresse verwendet werden.

  • Auflage auf die Pulsstellen wirkt speziell erfrischend und kühlend.

© Vreni Brumm, www.vrenibrumm.ch

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Warme Kräuterkompresse, überraschend speziell

 

Wirkt

  • erwärmend

  • durchblutungsfördernd

  • stärkend

  • belebend

  • stimmungsaufhellend

  • inspirierend

Anwendung bei

  • Müdigkeit und Kraftlosigkeit

  • zur Entspannung, bei Stress

  • beginnenden Kopfschmerzen

Material

  • Teebeutel von Kräutertee z.B. Yogi Bio Teebeutelmischung aus Ingwer/Orange/Vanille

  • Teller/Schälchen

  • Teelöffel

  • heißes Wasser

  • Baby Einmal-Waschlappen, z.B. Millette (Migros)

  • Vlies-Heftpflaster

Zubereitung

  • Legen Sie zwei Teebeutel in den Teller

  • Bereiten Sie 2 Einmal - Waschlappen vor, 3-fach längsgefaltet. (=Fixationstuch).

  • Legen sie 2 Stück Heftpflaster ca. 2cm lang bereit für die Fixation.

  • Verteilen Sie je 1TL heißes Wasser auf die Teebeutel.

  • Drücken Sie die Teebeutel auf dem Teller leicht aus.

  • Legen Sie diese auf das gefaltete Fixationstuch und anschließend direkt auf die Pulsstelle der Handgelenke. (Vorsicht Hitze!)

  • Das Fixationstuch wird mit dem vorbereiteten Klebband fixiert.

  • Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie die intensive tiefe Wärme!

Vorsicht

  • Unverträglichkeiten beachten.

Tipp

  • Es eigenen sich weitere Teebeutelmischungen für Kräuterkompressen wie z.B. Ingwer/ Zitrone oder Himbeerblätter/Zitronenverbene/Lavendel

  • Kräuterkompressen auf der Stirne oder Schläfen wirken entspannend.

© Susanna Anderegg, Mail:anderegg48@bluewin.ch

 

Prickelndes Wasser – eine Kompresse zur Erfrischung

 

Wirkt

  • erfrischend

  • kühlend

  • belebend

Anwendung bei

  • anstrengender Kopfarbeit

  • Hitzegefühl im Kopf

  • bei sommerlicher Hitze, zur Entlastung

Material

  • Kaltes Mineralwasser

  • Papiertaschentuch/ Stofftaschentuch

  • Teller /Schälchen

Zubereitung

  • Legen Sie das der Auflagegestelle entsprechend gefaltete Taschentuch in den Teller

  • Verteilen Sie je nach Größe ca. 1TL kaltes Mineralwasser auf dem Taschentuch damit es gleichmäßig befeuchtet ist.

  • Wählen Sie die Auflagestelle aus – die Stirne oder den Nacken.

  • Legen Sie die kühle Kompresse auf und genießen Sie die erfrischende, kühlende Wirkung.

  • Nehmen Sie sich Zeit!

Tipp

  • Je kühler und prickelnder das Mineralwasser desto prickelnder und intensiver die Wirkung

  • Die Kompresse kann auch auf die Pulsstelle der Handgelenke aufgelegt werden und mit einem Tuch und einem Klebband fixiert werden.

© Susanna Anderegg, Mail:anderegg48@bluewin.ch

3.07.2016

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3. Internationale Fachtagung für Wickel und Kompressen - Impressionen

Friedrichshafen am 29.04.2016

 

Unsere Referenten:

Ruth v. Braunschweig

Dr. Siegfried Bäumler

Ute Hanke

Unsere Aussteller:

     

Unsere Wellness-Oase leiteten: Vreni Brumm und Susanna Anderegg.

Unser Team:

Von links nach rechts: Arlette Bologni, Monika Layer (Referentin), Monika Bußlehner, Evelin Habicher, Stephanie Möllmann, Susanna Anderegg, Vreni Brumm, Bärbl Buchmayr, Elke Heilmann-Wagner;

Durch unser Programm führten Sie: Arlette Bologni, Bärbl Buchmayr und Elke Heilmann-Wagner.

Unsere Workshops leiteten: Stephanie Möllmann, Monika Layer, Evelin Habicher und Monika Bußlehner.

Wir möchten uns herzlich für Ihre Teilnahme und das rege Interesse an unserer 3. Internationalen Fachtagung für Wickel und Kompressen in Friedrichshafen bedanken! Ein weiterer Dank gilt allen unsichtbaren helfenden Händen im Hintergrund!

Für den Vorstand vom Internationalen Fachgremium für Wickel und Kompressen

Evelin Habicher

 

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1.05.2016

Frühlingsboten als Wickelzusätze

- Gänseblümchen, Sauerklee, Veilchen und Co. –

 von Susanna Anderegg

Frühlingszeit ist die Zeit der Erneuerung, Reinigung und Belebung. Die ersten Frühlingspflanzen erfreuen uns jedes Jahr erneut. Bekannt sind sie vor allem in der Wildpflanzenküche und als Teeanwendung. Im folgenden Text stelle ich drei bekannte Pflanzen in der Wickelanwendung vor.

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Das Gänseblümchen verzaubert im Frühjahr Klein und Gross. Die Kinder pflücken sie und schmücken sich damit. Im lateinischen bedeutet „bellus“ schön, hübsch, niedlich und „perennis“  ausdauernd. Das Gänseblümchen ist trotz seiner Zartheit äusserst widerstandsfähig und blüht vom Frühling bis in den Herbst.

Inhaltsstoffe: Seifen-, Gerb-, Bitter-, Schleim- und Mineralstoffe, Flavonoide

Wirkungen bei äusserlicher Anwendung:

Adstringierend, schmerzstillend, hautpflegend, stoffwechselfördernd, juckreizlindernd

Anwendungsbereiche:

  • Empfindliche, trockene und gerötete Hautstellen

  • Hautausschlag

  • Akne

  • Entzündete Augenlider

  • Insektenstiche

  • Prellungen, Verstauchungen und Quetschungen

Nicht Anwenden bei Allergie auf Asteraceaen

 

Sauerklee (Oxalis acetosella)

Sauerklee ist eine Waldpflanze die bereits früh im Jahr zu wachsen beginnt. Das zarte, frische und frühlingshafte Grün dieses dreiblättrigen Kleeblattes leuchtet uns im Frühjahr entgegen. Im April blühen zarte weissliche Blüten.

Inhaltsstoffe: Oxalsäure und Kaliumsalze

Wirkungen bei äusserlicher Anwendung:

Stoffwechselfördernd, vitalisierend, entkrampfend, verdauungsfördernd

Anwendungsbereiche:

  • Zur Unterstützung der Verdauungs- und Stoffwechselorgane

  • Zum Krampflösen (Nabelkoliken bei Säuglingen)

  • Magenverstimmung

  • Traumatische Schockzustände

  • Lokale Gewebevernarbung

 

Veilchen (viola odorata) + wildes Stiefmütterchen (viola tricolor)

Beide Pflanzen gehören zu der Familie der Veilchengewächse und wirken reinigend, hautregulierend und hautpflegend. Für Wickelanwendungen eignet sich vor allem das Viola tricolor in Form von feuchten Kompressen mit einem Teeaufguss oder einer Salbenkompresse.

Inhaltsstoffe: Schleim- und Seifenstoffe, Salicylsäureverbindungen, Flavonoide

Wirkungen bei äusserlicher Anwendung:

Entzündungshemmend, adstringierend, stoffwechselanregend, schmerzstillend

 Anwendungsbereiche:

  • Trockene Hautstellen

  • Milchschorf

  • Juckreiz

  • Hautausschläge

 

Zubereitung der feuchten Kompressen

Das frische oder getrocknetes Kraut von Gänseblümchen oder wilden Stiefmütterchen wird als Teeaufguss für die feuchtheisse Dampfkompresse verwendet. Bei Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen die feuchtheisse Kompresse als Bauchkompresse anwenden (Ausführung und „nicht anwenden bei“ siehe unter heisse Anwendungen, feuchtheisse Dampfkompresse www.wickel.biz).

Für feuchte Kompressen mit Sauerklee empfehle ich die Beigabe von Oxalistinktur der Firmen Weleda oder Wala. Beigabe 3-6ml Oxalistinktur in 100-200ml Wasser.

Für alle Hautthemen sind in der Regel körper- bis raumwarme Kompressen geeignet. Heisse Kompressen sind bei Entzündungen und Juckreiz nicht geeignet und kontraindiziert. Es empfiehl sich daher die Kompresse auskühlen zu lassen und körperwarm aufzulegen.

Tipp: Die frischen Blättchen von Sauerklee können direkt als kühle Frischpflanzenauflage auf die Bauchregion gelegt und mit einem Wickeltuch fixiert werden.

 

Zubereitung temperierte Salbenkompressen

In den Apotheken und Drogerien sind Salben auf natürlicher Grundlage aus wildem Stiefmütterchen und Sauerklee erhältlich.

Diese eignen sich hervorragend für temperierte Anwendungen die mehrere Stunden aufgelegt werden können. Sie sind einfach in der Ausführung, wirkungsvoll und beliebt (Siehe unter Salbenkompressen www.wickel.biz).

 

Die Wirkungen dieser drei Frühlingsboten als äusserliche Anwendung lassen sich vor allem durch Erfahrungswerte beschreiben. Nebst der grundsätzlichen Wirkung der Wickel und Kompressen spielen die Pflanzenwirkstoffe eine wichtige Rolle. Diese wirken einerseits hautregulierend und hautpflegend und werden zum Teil von der Haut aufgenommen. Es ist die Pflanze in ihrer Eigenart die uns berührt und umhüllt bei der Wickelanwendung.

Ich wünsche eine inspirierende und freudvolle Begegnung mit den Frühlingsboten!

 

Literatur:

Bühring Ursel: Alles über Heilpflanzen, Ulmer Verlag

Dal Cero Maja: Unsere Heilpflanzen, Ott Verlag

Fingado Monika: Therapeutische Wickel und Kompressen, Natura Verlag

Hess Pia: Naturkosmetik, Eigenverlag

Dr. Reinhard Jürg: Sanfte Heilpraxis, Hallwag Verlag

Bilder:

www.apotheken-umschau.de

www.wikipedia.org/wiki/Gänseblümchen/Waldsauerklee

 

 8.03.2016

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Bewährte Hausmittel - individuelle Gesundheitspflege

 

Kraft und Energie mit Wickel und Kompressen -

Bienenwachskompresse als gesundheitsfördernde Anwendung

 

Gestalten Sie Ihren Wellness-Tag zu Hause - holen Sie sich Ideen für den Alltag. Wickel und Kompressen bieten die Möglichkeit mit einfachen Anwendungen sich oder andern etwas Gutes zu tun, zu entspannen und für den Alltag neue Kräfte zu tanken.

Schnell zubereitete Wickel und Kompressen, mit Bienenwachs eignen sich bestens für eine Ruhe- und Auftankpause im Alltag. Die temperierte Bienenwachkompresse wirkt mit dem spezifischen Duft und der milden Wärme entspannend. Die lang dauernde konstante Wärme zeigt eine tief krampflösende und schmerzstillende Wirkung z.B. bei Muskelverspannungen. Als Brustkompresse wirkt die Bienenwachskompresse reflektorisch stärkend auf die Atmungsorgane und kann zur Vorbeugung von Erkältungen eingesetzt werden.

Wirkung der temperierten Wickel und Kompressen

Das Wirkungsprinzip der temperierten Anwendungen beruht auf den verwendeten Substanzen (z.B. Bienenwachs). Diese entfalten in temperierter Form (28 bis 35°C) ihre Wirkung optimal.

Einzelne Wirkstoffe wie z.B. die ätherischen Öle werden durch die milde Wärmewirkung über die Haut aufgenommen. Temperierte Anwendungen umfassen ein breites Einsatzgebiet und sind bestens geeignet für temperaturempfindliche Personengruppen wie betagte Menschen und Kinder oder Menschen mit Sensibilitätsstörungen.

Ein ausreichendes Wissen über die verwendeten Substanzen, deren Dosierung und Wirkungsweise, ist Voraussetzung für die korrekte Umsetzung. Temperierte Kompressen können bei guter Verträglichkeit über Stunden belassen werden, da die Hauttemperatur ein Kaltwerden verhindert.

Bienenwachskompresse mild wärmend – duftend, stärkend und entspannend

Eine Schnellanwendung für eine Ruhe- und Erholungspause im Alltag oder zur persönlichen Gesundheitspflege ist die temperierte Bienenwachskompresse kombiniert mit dem Rohwollekissen.

Die Bienenwachskompresse oder auch Bienenwachsauflage® genannt, entfaltet durch die sanfte Wärme einen wunderbaren spezifischen Duft. Das Bienenwachs als Grundlage kann die Wärme durch die ausgezeichnete Wärmespeicherkapazität lang dauernd speichern und an die Haut abgeben.

Die Kompresse gehört zu den äußerst milden, vielseitig einsetzbaren und sehr wirksamen Anwendungen. Sie ist für alle Altersgruppen geeignet. Nicht anzuwenden ist die Kompresse bei Abneigung gegen den Geruch. Bei Allergie auf Bienenstiche empfiehlt sich auf dem Unterarm eine vorgängige Verträglichkeitsprobe durchzuführen. Grundsätzlich darf eine Kompresse nur auf intakte Haut aufgelegt werden.

Je nach Bedürfnis wird die mild erwärmte Kompresse auf die Brust, den Bauch oder den Schulter-Nackenbereich gelegt und mit einem Rohwollekissen oder einem warmen Tuch (Wolle oder Baumwolle) abgedeckt. Damit wird die Wärmehaltung lang anhaltend unterstützt. Zur Fixation eignet sich ein enges Leibchen. Die Anwendungsdauer beträgt bei guter Verträglichkeit eine bis mehrere Stunden.

Zusatzinformationen zur Bienenwachskompresse

Bei beginnender Erkältung, Husten/ Bronchitis kann die Kompresse als Brustkompresse eingesetzt werden. Sie wirkt schleimlösend, schleimverflüssigend und reizmildernd. Sie eignet sich bestens für gesunde Säuglinge ab 6 Monaten.

Die milde, tief eindringende Wärme mit dem angenehmen Duft wirkt durchblutungsfördernd, krampflösend und zeigt ebenso eine positive Wirkung auf Muskelverspannungen im Schulter- Rückenbereich.

Gönnen Sie sich eine Ruhe- und Erholungspause mit einer Bienenwachskompresse und stärken Sie sich für Ihren Alltag. Lassen Sie sich von ihrer Wirkung überraschen!

Zubereitung

  • Schneiden Sie für Erwachsene eine Bienenwachskompresse von ca. 12x15 cm zu.

  • Füllen Sie eine Bettflasche mit heißem Wasser.

  • Legen Sie die Bienenwachskompresse in der Hülle (Backtrennpapier) zwischen die Bettflasche und das Rohwollekissen und erwärmen diese sorgfältig – Vorsicht Bienenwachs schmilzt!

  • Prüfen Sie die Wärme auf der Innenseite des Unterarms des Empfängers.

  • Wird die Temperatur als angenehm empfunden, legen Sie die Kompresse (ohne die Hülle) mit dem Rohwollekissen abgedeckt auf die gewünschte Körperstelle.

  • Fixieren Sie die Kompresse mit dem entsprechenden Material Brustkompresse z.B. mit einem engen Leibchen.

  • Führen Sie die erste Anwendung unter Beobachtung tagsüber durch!

Tipp: Zur Erwärmung kann auch ein Haarfön verwendet werden

Vreni Brumm, CH-8703 Erlenbach

www.vrenibrumm.ch

Literatur

V. Brumm/M. Ducommun, WICKEL UND KOMPRESSEN, Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis, AT Verlag 2013

Fotos: Ursula Häne

27.11.2015

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Vereinsgründung Internationales Fachgremium für Wickel und Kompressen

 

Nach 15 Jahren gemeinsamen Schaffens und reiflichen Überlegungen haben wir uns entschlossen die Arbeitsgruppe Internationales Fachgremium in einen Verein umzuwandeln. Um weiter effizient arbeiten zu können und speziell im Hinblick auf unsere nächste Fachtagung war das ein rechtlich notwendiger Schritt. Die Homepage www.wickel.biz repräsentiert den Verein Internationales Fachgremium für Wickel und Kompressen nach außen für alle Wickelinteressierte und die Internen Seiten von www.wickel.biz sind als Informationsplattform für unsere Mitglieder gedacht.

Die Aufnahmekriterien für unsere Mitglieder sind der Abschluss einer speziellen Wickelausbildung, z.B. an der Schule Linum (D), der Weiterbildung Komplementäre Pflege (A) oder der Weiterbildung Fachmann/Fachfrau für Wickel und Kompressen (CH). Mitglieder auf befristete Zeit können Studierende der Pflege werden, wenn diese bestimmte Kriterien erfüllen, z.B. eine Arbeit über Wickel und Kompressen verfassen.

Vorstandsmitglieder:

Evelin Habicher – Obfrau

Elke Heilmann-Wagner –  stellvertr. Obfrau

Monika Bußlehner – Kassierin

Bärbl Buchmayr – stellvertr. Kassierin

Stephanie Möllmann – Schriftführerin

Arlette Bologni-Urech – stellvertr. Schriftführerin

Susanna Anderegg-Rhyner – Beirätin

Vreni Brumm – Beirätin

 

Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!

Eure Evelin Habicher

2.10.2015

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Die Rose – Pflanze der Liebe

 

Die Rose ist die Königin der Blumen und Sinnbild der Liebe. Allerdings ist eine nicht nur schön anzuschauende Pflanze, die auch noch wohl duftend sondern sie hat auch eine große Heilwirkung.

Die Rosenblüten enthalten ätherische Öle die harmonisierend wirken und der Seele und tun dem Herz gut.  Sie enthält auch Gerb- und Bitterstoffe die sich positiv auf die Wundheilung auswirken z.B. bei Entzündungen im Mund- und Schleimhautbereich und vor allem zur Gesichtspflege bei Unreinheiten und fettender Haut. Auch bei Durchfallerkrankungen hat sich Rosenblütentee bewährt. Hier werden die Rosenblüten idealerweise mit anderen Pflanzen wie Gänsefingerkraut, Schafgarbe, Himbeerblätter und auch Blutwurz gemischt.

Alle Arten von Rosen haben die Heilwirkung, auch die Hagebutte, die wilde Rose. Bei der Ernte muss lediglich darauf geachtet werden, dass die Rose keine Läuse hat und nicht mit Pestiziden behandelt wurden. Duftrosen wie die die Damaszenerrose oder Rose de Rescht sind besonders gut geeignet für kulinarische Genüsse wie Rosenblütensirup und Gelee.

Rosenblüten – Augenkompresse

Dazu werden zwei Wattebausch oder Pads mit Rosenblütenhydrolat getränkt und auf die Augen gelegt, ca. 10-15min einwirken lassen. Ideal am Morgen, da dann die über Nacht aufgequollen Tränensäcke oder Lider gut abschwellen können. Alternativ kann auch ein Rosenblütentee  verwendet werden oder frische Rosenblütenblätter. Täglich angewendet macht es die Augen schön und der Blick wirkt frischer und intensiver!

 

Rosenblüten – Gesichtsdampfbad

2 Handvoll Rosenblüten mit ca.1l heißem Wasser überbrühen,

das Gesicht ca. 10 Minuten über den aufsteigenden Dampf halten,

wirkt reinigend, beruhigend und glättend

Bernadette Bächle-Helde

Literatur

  • Bühring Ursel: Alles über Heilpflanzen, Ulmer Verlag

  • Pilaske Rita: Natürliche Hausapotheke Rose, Fraund Verlag

  • Ruf Werner: Die Natur der Rose, OLV Verlag

  • Schindler Ingrid Rosa: Rosen für Küche, Schönheit und Wohlbefinden, Hädecke Verlag

1.05.2015

 

3Internationale Fachtagung

Wickel und Kompressen

aktuell und professionell

 

Ort: Friedrichshafen

Datum: 29.04.2016

 

 

Olivenölkompresse bei Früh- und Neugeborenen

mit funktionellen Verdauungsbeschwerden

 

© Jürgen Fälchle - fotolia

Früh- und Neugeborene, die intensivmedizinischer Behandlung bedürfen, leiden häufig unter Verdauungsbeschwerden, insbesondere bei non-invasiver Beatmung mittels binasalem CPAP. Die Möglichkeit pflegerischer Interventionen sind hier begrenzt. Bauch- und Fußreflexzonenmassagen kommen erst nach Abschluss der Hautreifung in Betracht, andere Interventionen wie non-nutritives Saugen oder unterstützende Lagerungen wirken eher begleitend als gezielt lindernd.

Olivenölkompressen können in diesen Situationen ein hilfreiches Angebot sein. Natives Olivenöl enthält alle wichtigen sekundären Pflanzenstoffe und wirkt so mild wärmend und dadurch spasmolytisch; das im Olivenöl enthaltene Oleocanthal wirkt zudem analgetisch. Darüber hinaus profitiert das Kind von den hautregenerierenden und hautpflegenden Eigenschaften der Auflage. 

Materialien

  • natives Olivenöl, möglichst aus kbA-Anbau

  • ein bis zwei weiche Vlieskompressen

  • ein ungepuderter, steriler Handschuh oder eine Einwegflasche

  • Flaschenwärmer

  • weiches Baumwolltuch als Außentuch

Durchführung

  • Vlieskompresse (=Innentuch) je nach Größe des Kindes mit 2-4 ml Olivenöl beträufeln

  • Ölläppchen in dem sterilen Handschuh oder in einer Einwegflasche im Flaschenwärmer erwärmen; alternativ ist die Erwärmung auch in einem auf 39 °C vorgewärmter Inkubator möglich

  • Kompresse entnehmen und die Temperatur prüfen (Ziel: körperwarm)

  • die Kompresse mit der öligen Seite direkt auf die Haut auflegen und das vorbereitete Außentuch locker, aber gut abschließend anlegen

  • die Windel unterhalb des Wickels locker schließen

  • sorgfältige Beobachtung des Wärmehaushaltes und der Vitalzeichen

  • nach dem Abnehmen der Kompresse das Außentuch noch für die Dauer der Ruhezeit (etwa 30 Minuten) belassen

Anwendungsdauer

  • 15-30 Minuten

Anwendungshäufigkeit

  • 1-3 x täglich bei Bedarf

Tipp

Von einer Olivenölkompresse profitieren nicht nur Früh- und Neugeborene, sondern Menschen jeden Alters. Einfach ein größeres Innen- und Außentuch nehmen, ein wenig mehr Olivenöl, anlegen und genießen...

 

© Tobilander - fotolia

 

©  Arbeitskreis Naturheilkundliche Kinderintensivpflege -  Weiterbildungsverbund Fachgesundheits- und Kinderkrankenpflege in der Intensivpflege und Anästhesie Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln

 

März 2015

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Narbenpflege mit Leinsamenkataplasma

Monika Bußlehner, DKKS, Komplementäre Pflege

 

Schon seit mehreren Jahren beschäftige ich mich mit der Anwendung von Leinsamenkataplasmen in unterschiedlichen Temperaturenspektren, abhängig von Indikation und Auflagestellen.

Am Ederhof - Reha-Zentrum für Kinder und Jugendliche/Osttirol/Österreich -  setzen wir Leinsamenkataplasmen nicht nur bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen, sondern auch sehr erfolgreich in der Narben- und Gefäßpflege ein.

Über ein besonders eindrückliches Beispiel möchte ich hier berichten.

Anamnese

starke Vernarbungen einer ehemaligen Shuntanlage;

Patientin wurde zum 4. Mal nierentransplantiert; zwischen den Nierentransplantationen wurde sie dialysepflichtig und erhielt Hämodialysen;

aktuelle Problematik

Mai 2014: 4-wöchiger Aufenthalt der Patientin bei uns im Reha-Zentrum

Patientin klagt über eingeschränkte Beweglichkeit des Ellenbogens – vollständige Streckung ist nicht möglich.

Ebenso besteht ein hoher Leidensdruck aus kosmetischen Gründen.

 

Pflegeintervention

einmalige Auflage eines temperierten Leinsamenkataplasmas auf die betroffene Ellenbeuge; Fixation mit elastischer Mullbinde;

Auflagedauer: 1 Stunde

Unmittelbares Ergebnis

deutlicher Rückgang der Rötung

Patientin kann den Ellenbogen komplett durchstrecken

sehr angenehmes weiches Hautgefühl

 

Bildquelle: Monika Bußlehner                                                                                                                                                                                                        7.11.2014

 

Abschluss

Weiterbildungslehrgang Komplementäre Pflege V

Am 27.06.2014 fanden in der Hermann-Gmeiner-Akademie in Innsbruck die Abschlusspräsentationen der Weiterbildung Komplementäre Pflege statt. Neben zahlreichen interessierten Besuchern durften wir Frau Mag. Margit Führer vom Amt der Tiroler Landesregierung Referat Gesundheit und Pflege und die Landesvorsitzende des ÖGKV Tirol Fr. Maria Grander herzlich begrüßen.

Nach einführenden Worten von Mag. Margit Führer präsentierten die fünfzehn Teilnehmerinnen ihre Projektarbeiten und stellten sich in den Pausen den Fragen des Publikums. Im Anschluss daran wurden die Zeugnisse von Fr. Mag. Margit Führer, DGKS Maria Grander, DGKS Brigitta Poppeller und DGKS Evelin Habicher  feierlich überreicht.

Wir gratulieren den Absolventinnen herzlich zur bestandenen Prüfung. Sie dürfen nun die Zusatzbezeichnung „Komplementäre Pflege“ führen.

Evelin Habicher - Weiterbildungsleitung

22.08.2014

 

Gel-Kompressen - die milde Kühlung

 von Susanna Anderegg

 

Kühlende Gels sind bekannte und beliebte Produkte für äusserliche Anwendungen zum Kühlen bei Überwärmungen und Entzündungen, zum Schmerzstillen und erfrischen. Gels auf natürlicher Grundlage bestehen aus Wasser, Hydrolaten oder auch Teeaufgüssen von Pflanzen, oft kombiniert mit Pflanzentinkturen, Ölauszügen und ätherischen Ölen. Als Geliermittel werden natürliche Pflanzenstoffe verwendet. Diese Gels basierend auf natürlichen Rohstoffen sind  Haut pflegend und führen der Haut Feuchtigkeit zu.

(Foto: Susanna Anderegg)

Gels sind bekannt zum direkten Auftragen und Einreiben auf der gewünschten Hautstelle. Weniger bekannt sind Anwendungen von Gel- Kompressen. Sie sind sehr wirkungsvoll mit einem angenehmen Kühlungseffekt und einfach in der Zubereitung

Diese Kompressen werden eingesetzt um die gewünschte Wirkung zu intensivieren. Geeignet sind sie zudem für berührungsempfindliche, schmerzende oder entzündliche Stellen; wenn das Auftragen einer Substanz eine unerwünschte Aktivierung bringen könnte.

Wirkungen:

·     Abhängig vom Gel- Inhalt

 

Anwendungsbeispiele

Arnicagel (Arnica montana)

  • Prellungen

  • Verstauchungen

  • Quetschungen

  • Zerrungen

  • Kleine Blutergüsse

  • Sehnenscheidenentzündungen

  • Schleimbeutelentzündungen

  • Muskel-, Sehnen - und Bänderschmerzen infolge von Überbelastung

(Foto: Evelin Habicher)

Wallwurzgel (Symphytum officinalis)

  • Prellungen

  • Verstauchungen

  • Zerrungen

  • Muskelkater

  • Knochenhautentzündung

  • Sehnenscheidenentzündungen

  • u.a.m.

(Foto: Annegret Sonn)

Nicht anwenden bei

  • Möglichen Allergien gegen einen der Inhaltstoffe

  • Hautverletzungen, nässenden oder entzündlichen Hauterkrankungen der Auflagestelle

 Zu beachten

  • Haltbarkeit des Gels

Material

  • Baumwolltuch in er gewünschten Grösse 3-4fach gefaltet

  • Gel nach Beschwerdebild

  • 1 Spatel

  • Baumwollwatte in der Größe des gefalteten Kompressentuchs

  • 1 Fixationstuch, z.B. Baumwolltuch oder Binde

 Durchführung

  • Gel mit Spatel 2mm dick auf das Kompressentuch ausstreiche, die Ränder ca. 2 cm frei lassen

  • Kompresse direkt mit der Gelfläche auf die betroffene Körperstelle auflegen, die Baumwollwatte darauf legen und anschliessend mit dem Fixations - Tuch oder  der Binde fixieren

Anwendungsdauer/ Häufigkeit

  • 30-40 Minuten pro Anwendung

  • 2-3 mal täglich

 ! Tipp: Einer natürlichen Gelbasis kann je nach Behandlungsthema nach Wahl pro Kompresse ein Tropfen ätherische Öl beigemischt werden!

Durchführung

  • Gelbasis in einen Medikamentenbecher oder kleine Schale geben

  • 1 Tropfen ätherisches Öl der Wahl beigeben und mit Gelbasis vermischen

Susanna Anderegg , Internationales Fachgremium Wickel und Kompressen, CH

März 2014-03-24

CH- Bern

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Linum e.V.

 

Komplementäre Pflege - Weiterbildung Wickel und Auflagen 2013-2014

Deutschland

10 Teilnehmerinnen der Weiterbildung zur Fachkraft für Wickel und Auflagen haben am 30. März 2014 erfolgreich am Diakonischen Institut für Soziale Berufe in Dornstadt ihren Abschluss gefeiert. Mit dem Dozentinnenteam von Linum e.V., als Kooperationspartner, konnten sie in 6 Modulen Wissen über Wickel und Auflagen erwerben und durch viele praktische Übungsphasen vertiefen. Auch nach Ende der Weiterbildung engagieren sie sich im Verein

 

März 2014

Pünktlich zum Jahresabschluss präsentieren wir euch unsere neue Homepage. Die Inhalte sind auf dem neuesten Wissenstand. Das Layout der Homepage ist übersichtlich und nutzerfreundlich gehalten. Die Homepage hat mittlerweile eine beachtliche Größe erreicht, sie umfasst 70 Informationsseiten über Wickel und Kompressen. www.wickel.biz erfreut sich über regen Zuspruch, zur Zeit dürfen wir uns über ca. 1500 Nutzer pro Monat, die ca. 10.000 Seiten besuchen, freuen!

Ich möchte allen für die Unterstützung, Geduld und Treue danken. Besonders bedanken möchte ich mich bei Monika Bußlehner, die mir in der Endphase des Umbaues tatkräftig und geduldig zur Seite stand.

Im Namen des Internationalen Fachgremiums für Wickel und Kompressen wünsche ich allen ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und im neuen Jahr viele interessante Stunden auf www.wickel.biz.

Eure Evelin

22.12.2013

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Neues Buch zu Wickel und Auflagen

 Buchvorstellung  „Heilsame Wickel und Auflagen“ aus Heilpflanzen, Quark & Co.

 Neuerscheinung am 2. Oktober 2013 / Ulmer Verlag Stuttgart

 Autorinnen: Bernadette Bächle-Helde und Ursel Bühring

 

 

 

 

 

 

 

 

 

144 Seiten, 80 Farbfotos

Klappenbroschüre

ISBN 978-3-8001-7978-7

€ 16,90

Wickel tun einfach nur gut. Und, was die Hauptsache ist: sie wirken! Die Autorinnen zeigen Ihnen detailliert, bei welchen Beschwerden Sie welchen Wickel anwenden können, wie Sie ihn vorbereiten und was Sie beim Anlegen beachten sollten. Damit Sie selber, Ihre Kinder oder Ihre Enkel mit Wickeln auf natürliche und angenehme Weise gesund bleiben oder werden!

Dieses Buch ist ein Buch für Laien, für Eltern, für Frauen oder einfach für Personen die einen Wickel ausprobieren möchten. Es  besticht durch seine Handlichkeit und der schönen Aufmachung. Liebevoll sind die Wickelanwendungen beschrieben und mit Bildern veranschaulicht.

Im ersten Teil wird alles gezeigt was zum „Guten Gelingen“ beitragen kann. Danach werden in drei Hauptkapitel die Wickel zu den jeweiligen Erkrankungen dargestellt. In der Erkältungszeit geht es um Wickel bei Halsschmerzen, Husten bis hin zu Nasennebenhöhlenentzündung. Im Kapitel „Wenn Bewegung weh tut“ werden Wickel gezeigt bei akuten Beschwerden wie Verstauchungen und Prellungen, aber auch Wohltuendes bei chronischen Gelenkbeschwerden und Rückenschmerzen. Zum Schluss gibt es hilfreiche Tipps bei Schlafstörungen, Bauchbeschwerden und Gutes für die Frau. Im Serviceteil sind wichtige Information zum Bezug von Wickelmaterialen und Schulungsangeboten.

Ein sehr ansprechendes und fachlich fundiertes Buch!

Zu den Autorinnen:

Bernadette Bächle-Helde ist Kinderkrankenschwester, Fachfrau für Wickel und Heilpflanzen und Pflegewissenschaftlerin. Zudem ist sie Dozentin für naturheilkundliche Pflege.

Ursel Bühring, Heilpraktikerin, Krankenschwester und Natur- und Umweltpädagogin und Gründerin der Freiburger Heilpflanzenschule, sowie vielfältige Autorin zum Thema Heilpflanzen.

12.11.2013 

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Neuauflage Buch über Wickel und Kompressen

Wickel und Kompressen - Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

AT-Verlag 2011 / 2013 - 2. Auflage

ISBN 978-3-03800-580-3

€ 24,90

Vreni Brumm und Madeleine Ducommun Capponi

40 Wickel und Kompressen - Grundlagen, Wirkungsweise und Anwendung. Aus der Praxis für die Praxis, für Fachleute und interessierte Laien. Mit detaillierten Beschreibungen und zahlreichen Farbfotos.

Ein fundiertes, reich bebildertes Buch, das sowohl Fach- und Lehrbuch wie auch Rezeptbuch ist. Geschrieben von zwei ausgewiesenen Fachfrauen auf dem Gebiet der Wickel und Kompressen (Zitat Umschlagseite).

10.10.2013

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Eine Blitzerfrischung für heiße Sommertage –

Zitronen-Pfefferminz-Kompresse

von Vreni Brumm

(Fotos Vreni Brumm)

Haben Sie schon einmal eine Zitronenscheibe als Erfrischung auf die Stirne gelegt oder an einem Pfefferminzblatt gerochen? Die kühle Erfrischung der Zitronenscheibe und der klärende Geruch der Pfefferminze sind eine spannende und bewährte Kombination.

An heissen Sommertagen kann die geistige Arbeit doppelt anstrengend sein. Die Gedanken schweifen ab, die Zeit verrinnt. Da hilft eine Zitronen-Pfefferminz-Kompresse. Sie belebt, erfrischt, regt an und fördert die Konzentration.

Zitronen-Pfefferminz-Kompresse

Die Kompresse ist schnell zubereitet! Die kühlende Wirkung der Zitrone wird durch den erfrischenden Duft des Pfefferminzblattes bestens ergänzt. Zitronen aus dem Kühlschrank sind noch intensivere Kältespender für sehr heiße Tage.

Wirkung

Belebend und kühlend – Kopfnote erfrischend und klärend

Anwendungsbereiche

·       Allgemeines Wohlbefinden

·       Lokale Kühlung

·       Konzentrationsförderung

·       Unspezifische Kopfschmerzen

·       Beginnende Migräne

 Kontraindikationen/ nicht verwenden bei

·       Hautveränderungen, Hauterkrankungen im Bereich der Auflagestelle

·       Allergie auf Pfefferminz (Menthol) oder Zitronensäure

·       Stirn- Kieferhöhlenentzündung

 Material

·       Zitrone aus biologischem Anbau

·       1 frisches Pfefferminzblatt (Mentha piperita oder andere Pfefferminzsorten)

·       Windeleinlage aus Viskosevlies oder Baumwoll- beziehungsweise Leinenstoff

·       Messer, Brett

 Zubereitung

Schneiden Sie die Zitrone in ½ bis 1 cm dünne Scheiben. Legen Sie das Pfefferminzblatt mitten auf das Vlies und geben Sie darauf eine Zitronenscheibe. Falten Sie nun ein Päckchen und legen Sie dieses mit der Seite des Pfefferminzblattes direkt auf die Haut.

Auflagestellen

·       Stirne – Vorsicht mit Zitronensäure bei Augenkontakt

·       Nacken (Halswirbelsäule)

 Hinweise

·       Die Kälte wirkt intensiver durch ein mit Wasser befeuchtetes Leinentuch.

·       Vorsicht bei Kindern wegen des möglichen Augenkontakts mit Zitronensäure.

·       Die Zitronensäure kann hautreizend wirken.

·       Die Anwendung kann so lange belassen werden, wie sie als angenehm kühlend empfunden wird und keine Hautreizung auftritt.

 

Literatur:

Brumm/ Ducommun, WICKEL UND KOMPRESSEN, Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis, AT Verlag 2. Auflage 2013

 Hintergrundinformationen zu den verwendeten Zusätzen

Zitrone (Citrus limon)

Die Stammpflanze Zitrone gehört wie weitere Zitrusgewächse, wie Orange, Grapefruit, Mandarine zur Pflanzenfamilie der Rautengewächse (Rutaceae). Der immergrüne Zitronenstrauch oder -baum wird 5 – 10 m hoch. Die Äste sind mit langen Dornen belegt, die Blätter sind lanzettlich. Einzeln oder in Trauben angelegte Blüten sind innen weiss und aussen rötlich.

Alle vier Vegetationsstufen sind an einem Zitronenbaum anzutreffen: geschlossene und intensiv duftende Blüten, reife und unreife Früchte. Die Frucht ist reif, wenn die Fruchtschale glänzt. Die Schale besitzt einen charakteristischen aromatischen Geruch; im Geschmack ist sie brennend. Das Fruchtfleisch ist säuerlich und erfrischend.

In Mitteleuropa gedeihen die Zitronenbäume als Zierpflanzen in Orangerien und in frostfreien Jahreszeiten im Freien. Nach 5 Jahren trägt der Baum die ersten Früchte.

Allgemeines

Über die Handelswege von Indien kam die Zitrone nach Persien und Arabien. Im griechischen und römischen Raum war sie schon in der Antike bekannt. Sie galt in Rom als ein kräftigendes Mittel gegen Gift. Im 13. Jh. wurde sie in Sizilien und Spanien kultiviert, erst nach dem 16. Jh. auch in Deutschland.

Die Zitrone galt als Symbol der Lebenskraft. Erneuerungen, Rituale und Lebensphasen, die besonders waren, wurden von der Frucht begleitet z.B. Hochzeiten, Kindstaufen. Die Zitrone wurde symbolisch zur Abwehr von Zauber und allem Bösem verwendet.

Relevante Informationen zur Anwendung über die Haut (percutan)

Inhaltsstoffe und Wirkung

Die Fruchtschale der Zitrone ist reich an ätherischem Öl 1.2-1,5% (Monoterpene) mit einer antimikrobiellen Wirkung. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide und Furanocumarine. Der Inhalation des Zitronenöls wurde eine antidepressive Wirkung nachgewiesen. Weiter zeigt sich eine Modulation der Schmerzwahrnehmung mit einem analgetischen Effekt.

Das Fruchtfleisch enthält vorwiegend Fruchtsäuren (bis zu 8% Zitronensäure), Flavonoide und Vitamin C und B.

Es besteht ein geringes Allergierisiko beim Hautkontakt mit den ätherischen Ölen und den enthaltenen Furanocumarinen. Direkte Sonnenbestrahlung ist zu vermeiden. Zitronensäure kann empfindliche Haut reizen.

 Pfefferminz (Mentha piperita )

Die Pfefferminze zählt zu den Lippenblütlern und stammt ursprünglich aus Ostasien. Sie bevorzugt sonnige Standorte und einen lockeren nährstoffreichen feuchten Boden. Die Pflanze besitzt einen ausgeprägten vierkantigen Stängel mit kreuzweise gegenständigen länglichen gesägten Blättern. Sie wird ca. 60cm hoch. Die Blüten sind violett. Die Gattung mentha unterschiedet ca. 25 Arten. Relevante Minzenarten sind: Krauseminze (M. spicata L.), Poleiminze (M. pulegium L.) oder Apfelminze (M. suaveloens syn.). Minzearten neigen zur Bastardisierung, daher gibt es eine grosse Anzahl von Minzearten.

Allgemeines

Die Minzen gehören zu den ältesten Heilpflanzen der Welt. Im Altertum wurden sie häufig zu medizinischen Zwecken verwendet. Bei Kopfschmerzen legte man die Blätter auf Schläfen und Gesicht ebenso bei Insektenstichen. Bei Übelkeit wurde ein Teeaufguss getrunken. Der Saft wurde als Kataplasma mit Salz gegen die Folgen eines Hundebisses oder mit Met bei Ohrenschmerzen angewendet.

Im kulturellen Geschehen des Altertums spielten sie eine wichtige Rolle. In ägyptischen Gräbern fand man Blumengebinde mit Minzeblättern. In der Blumensprache galt die Minze bis ins 14. Jh. als Symbol der leidenschaftlichen Liebe. In den katholischen Gegenden waren Minzen Bestandteil des Würzbüschels, der am 15. August (Mariä Himmelfahrt) in der Kirche geweiht wurde. Diese dienten als Glücksbringer oder als unheilabwehrendes Mittel für das folgende Jahr.

Relevante Informationen zur Anwendung über die Haut (percutan)

Inhaltsstoffe und Wirkung

Pfefferminzblätter enthalten ca. 0,5 – 4% ätherisches Öl (Menthol), Monoterpene und geringe Mengen Sesquiterpene, 3,5 – 4,5 % Gerbstoffe (Lamiaceengerbstoffe), Flavonoide und Bitterstoffe.

Das Menthol wirkt lokalanäesthesierend (Haut und Magenschleimhaut). Die Pfefferminze zeigt eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Auf Grund der Gerbstoffe wirkt sie adstringierend (zusammenziehend).

Beim Verreiben eines Pfefferminzblatt zwischen den Fingern und dem anschliessenden Auftragen auf die Haut wird die kühlende Wirkung des Menthols spürbar.

Literatur:

Siegfried Bäumler, Heilpflanzen Praxis heute, Urban&Fischer Verlag 2. Auflage 2012

 Bei der Zitronen-Pfefferminz-Kompresse wirkt der spezifische Geruch der ätherischen Öle der Pfefferminze angenehm erfrischend und anregend und ergänzt somit die kühlende Wirkung der Zitronenscheibe.

Probieren Sie bei der nächsten Sommerhitze die kühlend-erfrischende Wirkung der Zitronen-Pfefferminz-Kompresse, ein Versuch lohnt sich!

 Weitere Zubereitungen von Wickel und Kompressen mit dem Zusatz der Zitrone wie:

·       Zitronen-Halskompresse als feuchte Kälte bei Schluckschmerzen, Heiserkeit und Halsschmerzen.

·       Brustkompresse Zitrone als feucht heiße Anwendung mit Zitronenwasser bei Husten/ Bronchitis oder zur Atemunterstützung.

sind im Wickelbuch: Brumm/ Ducommun, WICKEL UND KOMPRESSEN, Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis, AT Verlag 2. Auflage 2013 erklärt und illustriert.

CH – 8703 Erlenbach

Juli 2013 Vreni Brumm

www.vrenibrumm.ch

10.08.2013

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www.wickel.biz befindet sich zur Zeit im Umbau! Wir hoffen unsere neue Homepage bis Ende des Jahres präsentieren zu können. Auf Grund technischer und gesundheitlicher Probleme konnte das Projekt nicht wie geplant bereits letztes Jahr abgeschlossen werden.

Wir bitten euch um Verständnis.

Euer Webmaster Evelin Habicher

9.06.2013

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Wickeltücher sind nicht einfach nur zur Fixation da.

von Arlette Bologni-Urech

 

Im März 2012 fastete ich mit einer Gruppe Frauen .Jeden Tag gönnten wir uns einen Leberwickel als Dank an dieses Organ für seine tagtägliche Arbeit. In diesem Rahmen zeigte ich an einem Abend die Wickeltücher, welche liebevoll geschneidert und von Hand umhäkelt sind. Die Umhäkelung ergibt einen wundervollen Abschluss von Innen nach Außen.

Das Wickeltuchset besteht aus 3 Tüchern aus unterschiedlichen Materialien.

Das Innentuch aus Baumwolle

Das Mitteltuch aus Bouretteseide

Das Außentuch aus Wolle

Hier ein paar Worte zu den diversen Materialien, die unsere Mitte umhüllten:

Baumwolle kann viel Wasser aufnehmen. Nasse Baumwolltücher trocknen langsam und geben Wärme optimal ab. Nach dem Gebrauch werden sie bei 95 Grad gewaschen. Sie sind ideale Träger für viele Wickelzusätze.

Die Seide ist das Gewand aus Licht. Ein Seidenfaden ist ein Sonnenstrahl. ( Dr. Jürg Reinhard) Dies ist für mich ein schönes Bild. Denn können wir nicht alle etwas mehr Sonne im Leben gebrauchen?

Bouretteseide beruhigt auch die Haut und wärmt.

Die Wolle ist das Gewand aus Wärme. Sie wird bei Kälte und Verhärtungskrankheiten gebraucht. (Dr. Jürg Reinhard)

Ja, wir wissen dass die Wolle sehr viel Wasser aufnehmen kann, ohne dass ein Gefühl von Feuchte entsteht. Sie besteht aus ca. 85 Prozent Luft und zeigt ein gutes Wärmehaltevermögen und natürliche Thermoregulationseigenschaften. (Brumm/Ducommun, Wickel und Kompressen, AT-Verlag, 2011)

Wolle ist schmutzabweisend und kann durch Lüften gereinigt werden. Ab und zu wird das Tuch bei 30 Grad schonend gewaschen. Es eignet sich daher nicht für Anwendungen in den Institutionen. Das Wolltuch umhüllt als Außentuch den Körper. Nach Jürg Reinhard heilt die Seele im Wolkenmantel des Schafes.

So erlebten wir auch in der Fastenwoche die Leberkompresse, umhüllt mit den 3 kurz beschriebenen Tüchern.

Das Baumwolltuch, welches die Wärme abgab. .Das Bouretteseidentuch welches das Baumwolltuch fixierte mit seinen Seiden-Lichtfäden und das Wolltuch welches die Wärme speicherte und zu einer erholsamen entspannenden Ruhe beitrug. So durchströmte eine tiefe Geborgenheit von unserer Mitte aus den ganzen Körper und führte dazu, dass wir wieder gelassener auf die alltäglichen Herausforderungen reagierten.

Dies sind nur einige Ausführungen zu der Umhüllung bei den Wickeln und Kompressen. Je mehr Frau sich damit befasst, umso komplexer und spannender wird die Auseinandersetzung damit.

Nun wünsche ich Euch Allen wieder einmal dieses regenerierende Erlebnis.

Erholsame Ostertage und viel Spaß beim „Wickeln“ Eure

Arlette Bologni-Urech

Wickelfachfrau

Berufsschullehrerin Pflege

Lenzburg/Schweiz

arlettebologni@pop.agri.ch

6.04.2012

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Herbst und Winter sind Erkältungszeit

Das ZDF zu Gast bei Elke Heilmann-Wagner

inkl. Video (Link siehe weiter unten)

 

Grippemittel aus der Küche

Kartoffel-, Zitronen oder Zwiebel-Wickel können Medikamente ersetzen

Herbst und Winter sind Erkältungszeit. Doch nicht immer muss man bei Halsschmerzen und Co. gleich zu Medikamenten greifen. Manchmal hilft es auch schon, die Selbstheilungskräfte des Körpers mit altbewährten Hausmitteln wie zum Beispiel den Wickeln zu aktivieren.

Wickel sind natürlich, kostengünstig (die Zutaten dafür hat man meist daheim) und einfach in der Anwendung. Sie können auch ergänzend zu einer medikamentösen Therapie angewandt werden. Durch das Anlegen eines Wickels erlebt der/ die Patient/in Zuwendung. Ruhe ist ein ganz wichtiger Faktor. Auch die Nachruhe sollte mindestens eine viertel bis halbe Stunde dauern.

Wickel wirken über die Temperaturunterschiede zwischen Wickel und Haut. Es gibt beispielsweise feucht-warme und feucht-kalte Wickel. Daneben spielen auch die verschiedenen Zutaten für die Wickelanwendungen eine wichtige Rolle. Heilpflanzen in Form eines Teeaufgusses, als Ölauszug oder als deren ätherische Öle kommen zu Einsatz. Auch Lebensmittel wie Kartoffeln, Ingwer oder Kohl werden als Auflagen verwendet.

Der klassische Wadenwickel

Bei erhöhter Temperatur sollte zu Beginn noch kein Wickel angelegt werden. Bei unter 39 Grad sollte man die Methode nur anwenden, wenn der Patient sehr leidet. Der Wickel sollte auf keinen Fall eiskalt sein, sondern nur etwa ein bis fünf Grad unter der Fiebertemperatur liegen.

Füße und Hände müssen warm sein. Am besten zieht man Socken an oder nimmt zuvor ein Fußbad. Auch sollte man einen Nässeschutz unter die Unterschenkel legen (kein Plastik, besser dichtes Moltontuch). Darauf kommt ein großes Handtuch, das dann die feuchten Wickel umhüllt). Beide Unterschenkel mit feuchten Tüchern umwickeln. Sobald die Innentücher körperwarm sind, abnehmen, noch mal neu (wie vorher) befeuchten. Innerhalb von 30 bis 40 Minuten zwei- bis dreimal wiederholen.

Alternative Wickel

Der Halswickel mit Zitrone wirkt entzündungshemmend und mindert die Schluckbeschwerden. Dazu schneidet man Bio-Zitronen in Scheiben, legt sie nebeneinander auf ein Stück Küchenrolle und faltet ein längliches Päckchen. Den Saft kann man ein wenig ausdrücken. Legen Sie den Wickel dann von Ohr zu Ohr vorne auf und fixieren Sie ihn mit Schal oder Binde. Den Wickel kann man anschließend bis zu einer Stunde einwirken lassen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Zitronensäure kann die Haut reizen.

Als Alternative zu Zitronen-Wickeln bieten sich Quark-Wickel an. Der Quark sollte Zimmertemperatur haben und nur im vorderen Halsbereich aufgelegt werden (von Ohr zu Ohr). Man kann Quark bei Husten leicht angewärmt auch als Brustauflage verwenden.

Kartoffeln und Zwiebeln

Bei Ohrenschmerzen kann ein Zwiebelwickel helfen. Die Zwiebel zählt zu den pflanzlichen Antibiotika. Klein geschnitten in ein Küchentuch gepackt, indirekt über Wasserdampf leicht erwärmt, wird sie mit einem Stirnband oder einer Mütze auf dem Ohr fixiert. Sie hat eine schleim- und sekretlösende Wirkung und kann über Nacht einwirken. Bessern sich die Beschwerden nicht deutlich nach einem Tag, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Husten kann auch ein Kartoffel-Wickel helfen. Die Kartoffel wird nicht ohne Grund auch "Fango aus der Küche" genannt. Denn Kartoffelwickel speichern die Wärme besonders lange. Ganz wichtig: Darauf Sie achten, dass er nicht zu heiß ist! Durch die Wärme hat er eine hustenreizlindernde und schleimlösende Wirkung.

Vorsicht geboten!

Nicht jeder Wickel ist für jeden geeignet. Ganz wichtig ist es auch, im Vorfeld etwaige Allergien auszuschließen. Hautreizende Auflagen mit Ingwer, Meerrettich und Senfmehl gehören in die Hände von Fachleuten oder von erfahrenen Personen. Sollten sich die Beschwerden nach ein bis zwei Tagen nicht verbessern oder gar noch verschlimmern, ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen.

Quelle des Artikels

Video "Hausmittel gegen Grippe"

16.01.2012

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Besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht euch das Internationale Fachgremium für Wickel und Kompressen!

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Quark-Lehmkompresse - eine starke Verbindung

von Susanna Anderegg

Der weiße sowohl als auch feuchte Quark und das trockene Lehmpulver sind eine spannende und in der Praxis bewährte Kombination! Die Kompresse in dieser Konsistenz ist angenehm kühl und schmiegt sich ausgezeichnet an die Auflagestelle an. Diese zwei Produkte ergänzen sich hervorragend in ihrer Wirkung. die Quark- Lehmauflage hat die Konsistenz einer Paste und wirkt bis eine Stunde angenehm kühlend und der Geruch ist sehr dezent.

Lehm und Quark können temperiert (körperwarm) oder kühl angewendet werden. Temperiert ist eine sehr milde Anwendung und für jedes Lebensalter geeignet.

Mit einer kühlen Kompresse wird die gewünschte Kälte Wirkung angestrebt, z.B. bei akuten Entzündungen.

Quark (Topfen)

Wirkung

Der Milchsäureprozess wirkt anziehend auf Entzündungsstoffe. Die Entzündungsstoffe werden über die Lymphe und die Haut ab- bzw. ausgeleitet. Die Kühle wirkt schmerzstillend und abschwellend.

Lehm-/Heilerde

Wirkung

Lehm ist ein Gemisch aus verschiedenen Mineralien, das durch die Verwitterung von Gestein entsteht. Die heilende Wirkung ist schon seit vielen Jahren in der „Volksmedizin“ bekannt. Lehm entzieht dem Körper Flüssigkeit, wirkt reinigend, desinfizierend und kühlend.

Durch den Mineraliengehalt stärkt er die Organfunktionen.

Quark-Lehmkompresse

Indikationen:

  • Hautprobleme, Furunkel, Hautausschläge, Akne, Nagelhautentzündungen

  • Mastitis (Brustdrüsenentzündung)

  • Verstauchungen, Prellungen

  • Entzündliche Gelenkserkrankungen

  • Akuter Gichtschub

  • Venenentzündungen

  • Lymphknotenschwellungen

  • Mandelentzündung

  • u.a.m.

Material:

  • kleine Schüssel

  • Natur Speisequark (pro Kompresse ca. 50g)

  • Lehm (Heilerde) 2-3 Esslöffel

  • 1 Messer oder Spatel

  • 1 Löffel

  • 1 Baumwolltuch oder Mullkompresse (Möglichkeit zum Falten)

  • ev. ätherisches Öl nach Wahl

  • ev. 1 Gummibeutel (Bettflasche)

Vorgehensweise:

  • 2-3 Esslöffel Lehm mit dem Quark zu einer Paste vermischen

  • ev. ätherisches Öl nach Wahl und Indikation beigeben und einrühren

  • Die Paste 0,5-1 cm dick in der gewünschten Fläche auf die Mitte eines Tuches aufstreichen

  • Die Tuchränder darüber schlagen, so dass ein Paket entsteht (bei temperierter Auflage - Paket auf Gummiflasche temperieren)

  • Die Auflagen mit der von einer Stoffschicht bedeckten Seite auf die gewünschte Hautstelle legen. Mit dem Zwischentuch bedecken und fixieren.

Anwendungsdauer und -häufigkeit:

ca. 30 Minuten bis 1 Stunde. Bei akuten Beschwerden 2x täglich.

 6.12.2011

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Kraftvolle Botschaften

Heublumenanwendungen bei Menschen mit Demenz

 

Zuneigung, Gesundheitsförderung, Menschenwürde

von Andrea Brinker

 

 

Heublumenanwendungen

bieten zwar keine Heilung der Demenz, können jedoch kraftvolle Botschaften an die betroffenen Menschen vermitteln. Düfte durchdringen die Nebel der Amnesie.

 

Unser Leben beginnt als Kind.

 

Viele haben es schon ausprobiert, wie es sich anfühlt über eine Wiese zu laufen und sich ins Gras zu legen. Die Blumen und Gräser verströmen ihren ganz eigenen Duft, wir spüren ihn in der Nase kitzeln und das leichte piksen unter den nackten Füßen. Aus der Zwergensicht betrachtet, hatte  ich das Gefühl die Wiesenblumen nicken mir zu und rufen meinen Namen. Entspannt  lauschen wir dem Wind, dem Rauschen und Flüstern der Natur und damit stellt sich tiefe Entspannung, Ruhe, Zufriedenheit ein, kleine Menschen genießen einfach das Dasein.

Wenn wir Menschen mit Demenz diese Erfahrung durch eine Heublumenanwendung wiederholen können, erhalten sie zusätzlich noch Gesundheitsförderung.

 

Beliebt sind Anwendungen wie Heublumenfußbäder, Vollbad mit Heublumen, Heublumensäckchen, feucht-heiße Auflagen und Dampfkompressen.

Beziehungsaufbau vor Funktion

Ruhe oder auch Unruhe haben starken Einfluss auf den Zeitpunkt der Anwendung.

Pflegende benötigen eine Haltung, die nicht ausschließlich von der Indikation der pflegerischen Maßnahmen ausgeht, sondern die gleichwertig die Bedürfnisse und Sorgen eines Menschen mit einbezieht.

Eine Person mit Demenz nimmt im Verlauf ihrer Krankheitsphasen zunehmend Abschied von ihren Fähigkeiten. Kernsymptome wie Wortfindungsstörungen und Gedächtnislücken erschweren häufig die Kommunikation. Bis zum Lebensende zeigen sich Gefühle wie Angst, Trauer, Verzweiflung, aber auch Empörung oder Liebe. Antriebe aus den Bereichen der Motivationen und Wertvorstellungen wie Verantwortung, Fürsorge und  Pflicht usw. zeigen die Lebensgeschichte. Sie  werden verbal, nonverbal oder auch paraverbal zum Ausdruck gebracht.  Diese können von der Pflegekraft erkannt und zum Beispiel mit Hilfe der wertschätzenden Kommunikation IVAâ nach N. RICHARD begleitet werden, bevor die Anwendung stattfindet.

 

Vorbereitung und Durchführung

Zimmer gut durchlüften – Material vorbereiten - Äußere Einflüsse ausschalten -  Toilettengang wenn nötig durchführen – kühl, warm, feucht-heiß oder trocken-heiß dem Menschen mit Demenz  anpassen – alles herrichten – Kontaktaufbau – Info geben – geeignete Lage wählen – auf warme Füße achten  (Fußbad, Kirschkernkissen einsetzen) -  Äußere Anwendung anlegen – auf Befindlichkeit achten - Auflagedauer beachten – Wickel oder Kompresse entfernen – Außentuch belassen und für Nachruhe sorgen - Nachbereitung der Materialien – Durchführung, Verlauf und Reaktion dokumentieren – bei positiver Reaktion im Rhythmus behandeln, täglich zur gleichen Zeit, nach einer Woche 2 Tage Pause einlegen, dann nach Bedarf 3-4 X wiederholen.

 

Heublumen - Graminis flos, Fores Graminis

 

Herkunft: Mitteleuropa

Die Droge wird durch Absieben von Heu auf den Bauernhöfen gewonnen. Die Zusammensetzung kann variieren. Hauptsächlich bestehen Heublumen aus Blüten, Früchten und einigen oberirdischen Anteile der Wiesenkräutern.

 

Wir finden oftmals einen großen Anteil von Gräser wie Gemeines Ruchgras, Knäulgras, Lieschgras, Fuchsschwanzgras, Wiesenschwingel, weiche Trespe, Ausdauernder Loch und die gemeine Quecke. Je nach Wiese finden wir auch Honigklee, Kamille, Schafgarbe, Fenchel, Kümmel, Buchweizen, Johanniskraut, Steinklee, Lein, Spitzwegerich, Beifuß und anderes.

 

Inhaltstoffe: Gerbstoffe, Ätherische Öl, Flavonoide, Cumaringlykoside, Pflanzensäuren, Zucker, Stärke, Proteine

 

Was ist eine Wiese?

 

Was ist eine Wiese? Futter für die Kuh und noch dazu Gras und Blumen: Schmetterlingsflügel. Bienensummen. Ameisengekrabbel. Käfergezappel. Achtung, Maulwurfshügel! Margeriten. Rote Federnelken vor  dem blauen Himmel. Heupferd übt den Weitsprung bis zum Kümmel. Ein Kamillenbusch öffnet zwei Blüten. Sommerfliegen flitzen über  Storchenschnabelmützen. Hummeln bummeln im Honighaus ein und aus. Glockenblumen bammeln Und bummeln. Unten am Löwenzahn geigt eine Grillenschnarre. Der Wind spielt mit den Halmen Harfe und Gitarre, alles regt sich und bewegt sich, alles, was da lebt und schwebt, leuchtet, knistert, flüstert, brummelt, bummelt….

 

Was ist eine Wiese?                       - Das ist eine Wiese.                              Friedl Hofbauer

 

 

Dampfkompresse mit Heublumen

 

Allgemein

Eine Dampfkompresse setzt einen intensiven Wärmeimpuls. Die Nässe des Innentuches durchströmt als Dampf eine trockene Tuchschicht, sodass die intensive Wärme gut auf der Haut vertragen wird. Generell hat der Wärme­reiz bereits eine sehr gute Wirkung, die durch den Zusatz von Heilkräutern oder ätherischen Ölen noch intensiviert werden kann.

 

Auflagestelle

Gelenkwickel, Brust-, Bauch-, Leber-, Blasen-, Fußsohlen-, oder Nackenauflage

 

Indikationen

  • Atemunterstützung, Erkältung, Husten, Bronchitis, Pneumonieprophylaxe

  • Verspannung

  • Körpergrenzenverlust

  • Magen-/Darmbeschwerden, Blähungen, Obstipation, Unruhe

  • Schlafstörungen, Schmerzen

  • Leberfunktionsstörungen

  • Harnverhalt, Blasen- / Nierenerkrankungen

Kontraindikationen

  • Akut entzündliche Prozesse

  • Verdacht auf innere Blutungen

  • Fieber, nach frischem Trauma

Herstellung und Vorbereitung

Einen heißen Aufguss mit Heublumen für die Dampfkompresse herstellen. Es werden 2 EL Teedroge mit 250 ml heißem Wasser überbrüht. Alles 10 Minuten bedeckt ziehen lassen, dann in eine Schüssel abgießen und noch 250 ml kochendes Wasser zugeben.

 

Durchführung

Das Innentuch mit 500 ml Heublumensud übergießen. Anschließend mit dicken Gummihandschuhen gut auswringen. Das Tuch wird dann schnell auf das trockene, vorgewärmte Zwischentuch gelegt und wie ein Päckchen eingepackt. Es wird, sobald es temperaturverträglich ist, aufgelegt. Das Außentuch umhüllt die Person. Das Außentuch straff anlegen, es soll keine so genannte Kältebrücke entstehen.

Für 15 – 20 Minuten wird der Wickel angenehm warm sein, dann wird er als kühl empfunden und entfernt. Auflagestelle  trocknen und die Person mit dem Außentuch erneut einhüllen. So kann der Entspannungs- und Wärmeprozess von ca. 15 – 30 Minuten in Ruhe genossen werden. Auch die Nachtruhe kann sich anschließen.

 

   

   

 

Andrea Brinker

Bildung und Beratung

Integrative Validation/Heilpflanzenkunde /Wickel und Kompressen

11.04.2011

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Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht euch das Internationale Fachgremium für Wickel und Kompressen!

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Bericht über das

3. Netzwerktreffen Komplementäre Pflege

 

Unser Treffen fand, wie bereits gewohnt, im Marienheim in Schwaz statt. Nochmals ein herzliches Dankeschön an Edith Burmester, die uns wieder ein wunderbares Nest geboten hat. Eine tolle Ergänzung bot uns Ines Sturm mit ihrem Basar.

Diesmal durften wir uns über 18 Teilnehmer freuen, die angeregt an den Diskussionen teilnahmen. Der erste Tag war Fachinputs gewidmet. Zu Beginn durften wir mit  Elisabeth Unterkircher praktisch eine Lörgetsalbe herstellen. Monika Bußlehner begleiteten wir geistig auf den Ederhof und sie gab uns Einblicke in ihren stationären Alltag. Praktisch erlebten wir Pulswickel mit Notfall-Tropfen nach Dr. E. Bach und einen Polentawickel. Anschließend gab uns Ines Sturm einen Bericht über beeindruckende Seminartage mit Bruno Vonarburg im Wallis und neue Denkansätze zum Rezeptieren. Zum Abschluss des Tages stellte uns Evelin Habicher die Heublumenkompresse vor.

Der zweite Tag war von einem Zukunftsthema geprägt. Christina Vorhofer stellte uns ihre Visionen zur Familiengesundheitspflege mit Komplementäre Maßnahmen vor. Daraus entwickelte sich eine rege Diskussion mit vielen Ansätzen, wie die nächsten Schritte dazu aussehen könnten. Letztendlich resultierte daraus die Gründung der ARGE Komplementäre Pflege, in der sich einige von uns im nächsten Jahr konkrete Gedanken darüber machen werden. Beim vierten Netzwerktreffen wird darüber berichtet.

Zum Schluss wurde noch der Termin und das Programm des vierten Netzwerktreffens fixiert.

Termin: 21.10. - 23.10.2011

Für den 21.10.2011 wird eine Referentin von außerhalb für einen Seminartag verpflichtet. Die beiden anderen Tagen gestalten wir, in bewährter Manier, wieder selber.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen für ihren Fachinput und ihre Diskussionsbeiträge.

Evelin Habicher

25.10.2010

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Kulturen und ihre Volksheilkunde

 von Vreni Brumm

 

Letztes Jahr besuchte ich meine marokkanische Freundin S. 45 jährig in einer Großstadt in Marokko südlich von Casablaca. Sie lebt seit einigen Jahren in der Schweiz.

Eines Tages, es war ein wunderbar warmer Märztag, klagte sie über Müdigkeit, Gliederschmerzen und ein starkes Wärmegefühl.

Wir diskutierten über mögliche Anwendungen: Wadenwickel zur Fiebersenkung oder vielleicht ein schweißtreibender Tee............ In der Zwischenzeit bereitete ihre Mutter, eine etwa 70 jährige Frau, ohne unser Wahrnehmen eine Anwendung zu. In einer Pfanne erwärmte sie sorgfältig getrocknete Lavendelblüten und Thymiankraut im Olivenöl. Daraus entstand eine Art warme Paste. Die Ölmischung wurde auf das Hinterhaupt aufgetragen, mit einem Baumwolltuch abgedeckt und mit einem Kopftuch aus Baumwolle satt fixiert. Ich stand staunend daneben und beobachtete jeden einzelnen Arbeitsschritt!

In meinen Seminaren vermittle ich, dass bei Fieber eine wärme ableitende Anwendung z.B. Wadenwickel oder Pulswickel das Mittel der Wahl sei. Dies entspricht unserem europäischen Naturheilkunde-Verständnis und wird erfolgreich seit Generationen umgesetzt.

Meine Freundin wurde angewiesen sich hinzulegen, der Salon war mit den Vorhängen verdunkelt. Bald schlief sie tief ein und sah zunehmend entspannt aus. Nach dem Erwachen, es sind sicherlich zwei Stunden vergangen, fühlte sich S. wieder total wohl. Kein Fieber und keine Gliederschmerzen mehr. Das Kopftuch wurde von der Mutter liebevoll entfernt, S. angeleitet noch einige Zeit zu ruhen.

 Gerne würde ich Sie als LeserIn zu Ihren Gedanken befragen.

 Im Fachunterricht verwende ich zur Erklärung der Wirkung von Wickel und Kompressen die Ebenen physisch/ psychisch/sozial ergänzt mit naturheilkundlichen Betrachtungsansätzen.

Auf der physischen Ebene wurde eine klare Verbesserung des körperlichen Wohlbefindens und der Temperatursenkung erreicht. Dies versuche ich naturheilkundlich durch den thermischen Reiz auf das Hinterhaupt zu erklären. Das Hinterhaupt kann als zentrale Stelle betrachtet werden um dem Körper einen Impuls zur Aktivierung seiner Selbstheilungskräfte zu geben. Die zugefügte Heilpflanze Lavendel wirkt beruhigend und ausgleichend, Thymian als große Pflanze bei Erkältung kräftigend und stärkend. Die Auswirkung auf die psychische Ebene erkläre ich mit der in der marokkanischen Kultur verbundenen Anwendung, welche mit der Erinnerung an die Kindheit und der Geborgenheit zu Hause zu sein verbunden ist. Die soziale Ebene sehe ich im intensiven Kontakt von Mutter zu Tochter und das tiefe Vertrauen zueinander.

Diese Gedanken verstehe ich als Versuch einer Erklärung der für mich tief beeindruckenden Anwendung in einer anderen Kultur.

In einer zeitgemäßen Betrachtung unterscheiden wir die Anwendungsbereiche der Wickel und Kompressen in der Volksheilkunde, der Naturheilkunde und der Schulmedizin. Dieses Beispiel aus Marokko ist der Volksheilkunde zuzuordnen. Eine Erklärung zu der umfassenden Wirkung der Hinterhauptsanwendung konnte ich weder von der Mutter noch von meiner Freundin bekommen.

Dieses Beispiel zeigt mir, dass Tradition und Volksheilkunde sehr eng miteinander verbunden sind. Eine schulmedizinische Erklärung ist nicht möglich. Empirisch sind die Wurzeln dieser Anwendung. Die Verbindungen aus Traditionen von Familien sind vordergründig. Mit diesen aus unserer Kultur verständlichen Gedanken und Erklärungsversuchen kann ich dieses Ereignis als eindrückliches Erlebnis in Marokko stehen lassen.

In meinem Unterricht werde ich selbstverständlich weiterhin Wadenwickel, kühle Waschungen oder Pulswickel als fiebersenkende Maßnahmen vermitteln!

Vreni Brumm

Erlenbach, Schweiz

6. 07.2010

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Abschluss

Weiterbildungslehrgang Komplementäre Pflege III

Am 25.06.2010 fanden im Haus Marillac die Abschlusspräsentationen der Weiterbildung Komplementäre Pflege statt. Neben zahlreichen interessierten Besuchern durften wir Frau Mag. Margit Führer vom Amt der Tiroler Landesregierung Referat Gesundheit und Pflege und den Obmann des ÖGKV Tirol Mag. Thomas Strickner herzlich begrüßen.

Nach einführenden Worten von Mag. Thomas Strickner präsentierten die dreizehn TeilnehmerInnen ihre Projektarbeiten und stellten sich in den Pausen den Fragen des Publikums. Im Anschluss daran wurden die Zeugnisse vom Landessanitätsdirektor Dr. Christoph Neuner, Fr. Mag. Margit Führer, Mag. Thomas Strickner, DGKS Brigitta Poppeller und DGKS Evelin Habicher  feierlich überreicht.

Wir gratulieren den AbsolventInnen herzlich zur bestandenen Prüfung. Sie dürfen nun die Zusatzbezeichnung „Komplementäre Pflege“ führen.

Evelin Habicher - Weiterbildungsleitung

27.06.2010

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Kompresse/Auflage mit Polenta

von Monika Bußlehner

 

I„Tristacher G`schichten …wie war es früher? Auf den Spuren der Vergangenheit“ erzählen alte Menschen aus ihrer Kindheit. Dabei berichten sie auch von so manchen Hausmitteln.

„Wenn man früher krank war ging man nicht zum Arzt, da musste es schon weit fehlen. Man „dokterte“ selbst so herum: Jede Familie hatte so ihre eigenen Hausmittel. Bei uns war es: Zwiebelschmalz, gekochte Polenta auf ein weiches Tuch gegeben und auf die Brust gelegt bei Lungenentzündung.“ (S 61)

Im vergangenen Sommer entdeckte ich diese gebundene Osttiroler Sammlung von Erinnerungen in einem alten Gasthaus. Ich freute mich über die Bestätigung, da ich schon 2 Jahre zuvor bei meiner Tochter die Polenta-Kompresse bei einer Nierenbeckenentzündung erfolgreich anwandte. Sie hatte sich eine warme nicht zu heiße Auflage gewünscht.

Vor einigen Tagen genoss ich selber die Kompresse/Auflage mit Polenta als Schulter-Nacken-Kompresse.

Vorbereitung:

  • Kochtopf in passender Größe, Wasser

  •  Polenta (Maisgrieß)

  •  BW- oder Leinentuch in passender Größe

  •  Handtuch

  •   zur Fixierung ein Badetuch oder Wollschal

  •  Mandel-Pflegeöl

Durchführung:

  • 40 dag Polenta in gut 1Liter kochendes Wasser langsam einrühren; ein streichfähiger nicht zu fester Brei soll entstehen (bei Bedarf heißes Wasser nachgeben); ca. 10 min. unter ständigem Rühren auf kleiner Flamme die Polenta ziehen lassen;

  • die Polenta auf das vorbereitete BW- oder Leinentuch mindestens 3 cm dick aufstreichen und ein Paket legen

  • dieses in ein trockenes Frotteehandtuch einschlagen

  •  auf Schulter-Nackenbereich auflegen und mit einem großen Badetuch oder einem Wollschal fixieren

Anwendungsdauer: ca. 1 Stunde

Nachruhzeit: die Auflagestelle mit Mandelöl pflegen, eine Stunde nachruhen   und  genügend trinken

Vorteile:

  •  die Kompresse modelliert sich ohne „Knödel“ angenehm an den Körper;

  •  langsam breitet sich die Wärme durch das trockene Handtuch aus;

  •  kurze Vorbereitungszeit: ca. 20 min.

  •  niedrige Kosten

  •  gleichwertige Alternative zur Kartoffelkompresse

Anwendungsmöglichkeiten:

  • trockener Husten, Bronchitis

  • Schleimlösen

  • schmerzhaften Arthrosen

  • Muskelverspannungen

  • als Vorbereitung zur Massage oder Physiotherapie

Nicht anwenden:

  • bei Ablehnung durch den Erkrankten

  • bei Menschen, welche sich nicht ausreichend artikulieren können (kleine Kinder, verwirrte Menschen)

  • bei Sensibilitätsstörungen

  • bei akuten hoch entzündeten Erkrankungen

Monika Bußlehner

Tirol

20.06.2010

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Kompressen mit Hydrolat -

eine duftende Erfrischung für warme Sommertage!

von Susanna Anderegg- Rhyner

Was sind Hydrolate?

Bei der Wasserdampfdestillation werden das ätherische Öl und das Hydrolat von der Pflanze getrennt, aufgefangen und gewonnen. Ein Hydrolat wird auch als Aquarom bezeichnet. Hydrolate entstehen als "Nebenprodukt" der Destillation und enthalten die wasserlöslichen pflanzlichen Teile. Der Gehalt von ätherischen Ölen im Hydrolat variiert durchschnittlich zwischen 0.1 bis maximal1%, je nach Pflanze und Destillation. Hydrolate sind mild, aber trotzdem sehr wirkungsvoll. Sie eignen sich ausgezeichnet als Zusatz für Wickel und Kompressen. Der Wasseranteil ist ein wunderbarer Träger und Übermittler der Duftstoffe. In Form von Kompressen können die Hydrolate ihre milden, aber trotzdem sehr wirkungsvollen Eigenschaften  entfalten.

Hydrolate können im Fachhandel von Firmen bezogen werden, die 100% natürliche ätherische Öle vertreiben. Es empfiehlt sich die Hydrolate aus einer Sprühflasche auf die Kompressen zu sprühen. Der Sprühverschluss schützt das Duftwasser vor rascher Verkeimung und verhilft zu effizientem und sparsamen Einsatz dieser „duftenden Kostbarkeit.“

Eine Kostprobe aus meiner Berufspraxis:

Erfrischende – kühlende Stirnkompresse mit Pfefferminzhydrolat

Material:

  • 1 Taschentuch oder Waschlappen (evtl. Papiertaschentuch)

  • 1 Pfefferminzhydrolat (Mentha piperita)

  • 1 Tuch zur Fixation

Vorgehen:

  • das Hydrolat auf die oberste Schicht des vierfach gefalteten Taschentuchs sprühen

  • Sich bequem hinsetzen oder hinlegen (den Kopf aufgestützt)

  • Das Taschentuch auf die Stirn legen und mit einem Baumwoll- oder Seidentuch fixieren.

Nun lehnen Sie sich zurück und geniessen  während 5-10 Minuten die duftende kühlende Wirkung!

Die Wirkung ist kühlend, schmerzstillend, desinfizierend und mit einem leichten lokal anästhesierenden Effekt. Diese Kompresse ist deshalb beliebt im Einsatz gegen Kopfschmerzen und als Hilfe für einen „erfrischten Kopf“  mit klaren Gedanken.

Eine kleine Sprühflasche findet Platz in jeder Handtasche oder im Reisegepäck und erfrischt Sie auch am Strand oder in einer Arbeitspause.

Tipp! Anstelle von Pfefferminzhydrolat können Rosen- (Rosa damascena) oder Lavendelhydrolat (Lavandula angustifolia) verwendet werden. Diese eignen sich  auch ausgezeichnet für kühlende Stirnkompressen. Beide sind milde Hydrolate, wirken hautpflegend und entspannend und betören mit ihrem blumigen Duft.

 Susanna Anderegg- Rhyner

Wickelfachfrau , Fachfrau für Aromapflege

Bern

Schweiz  

Bern, Juni 2010

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Einladung zur Abschlusspräsentation der

Weiterbildung Komplementäre Pflege

 

Es ist uns eine große Freude, den Abschluss des 3. Weiterbildungslehrgangs Komplementäre Pflege nach § 64 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes bekannt zu geben.

Wir dürfen Sie zur Abschlusspräsentation herzlich einladen.

Termin: 25.06.2010

Uhrzeit: 12.30 - 19.00 Uhr

Ort: Haus Marillac, 6020 Innsbruck, Sennstr. 3

Programm unserer AbsolventInnen:

12.30 Begrüßung  
13.00 Komplementäre Pflege ist zukunftsweisend in der Altenpflege Edith Burmester

Christina Vorhofer

13.40 Rhythmische Einreibungen - Welche Möglichkeit hat man im Ambulanzbereich? Bernadette Knapp
14.00 Echter Thymian (Thymus vulgaris) – Anwendungen in der häuslichen Pflege Gertrude Laister
14.20 Echter Thymian (Thymus vulgaris) – Anwendungen in der häuslichen Pflege Josef Hollaus
14.40 Kaffeepause und Austausch  
15.00 Gut gewickelt in der Hauskrankenpflege Karin Pirkl
15.20 Terebinthina laricina - Das Lärchenharz und seine Bedeutung in der  Naturheilkunde Elisabeth Unterhofer
15.40 Wickel und Kompressen für Kinder von 0-6 Jahren Magdalena Schobesberger
16.00 Pfefferminze – Anwendungen in der Pflege Waltraud Oberleiter
16.20 Kaffeepause und Austausch  
16.40 Frau sein im Wechsel - Rhythmus des Lebens Cornelia Freudenthaler
17.00 Selbstpflege – Unterstützende Komplementäre Maßnahmen Dagmar Raich
17.20 Ausleiten von Giftstoffen mit komplementären Methoden Ingrid Seebacher
17.40 Von der Bedeutung der komplementären Möglichkeiten in der Palliativbetreuung am Beispiel „respiratorische Symptome“ Anna Hagen
18.00 Zeugnisverteilung  
19.00 Ende der Veranstaltung  

Ein kleines Buffet und ein Basar werden für weitere Höhepunkte sorgen.

Anfahrt:

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Buslinie 4 und E vom Bahnhof sowie die Straßenbahn Linie 1 halten ca. 3 min. vom Haus entfernt (Haltestelle Mühlauer Brücke).

Auto: Autobahnausfahrt Innsbruck Ost, die 2. Abzweigung nach rechts Richtung Alpenzoo, geradeaus nach 2,4 km finden Sie auf der rechten Seite das Haus Marillac (gegenüber der Pfarrkirche Saggen)

Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

Anmeldungen erbeten unter:

ÖGKV Hall, 6060 Hall in Tirol, Behaimstr. 2, Tel.: 05223 55991, Mail: office.tirol@oegkv.at

 

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher.

Mag. Thomas Strickner - ÖGKV Tirol

Evelin Habicher - Lehrgangsleitung

3.06.2010

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Heiße und temperierte Anwendungen in der Gesundheitsförderung / Gesunderhaltung

 von Madeleine Ducommun-Capponi

„Dass mir Wickel und Kompressen auch gut tun, ohne dass ich krank bin, dessen war ich mir bisher viel zu wenig bewusst.“

Diese Aussage einer Kursteilnehmerin der Weiterbildung zur Wickelfachfrau zeigte mir einmal mehr, wie ausgeprägt wir unseren Blick auf Symptome und Krankheitsbilder fokussieren. Dabei spielt die Frage „Was tut mir gut?“ eine nicht unwichtige Rolle in unserem Gesundheitsverständnis. Gerade mit den Wickeln und Kompressen haben wir eine Vielzahl von Anwendungen zur Hand, die wir individuell einsetzen können. In meiner langjährigen Dozentinnentätigkeit haben die Wickel und Kompressen einen hohen Stellenwert in der Gesundherhaltung sowie der Gesundheitsförderung. Gerade in der Pflege und Betreuung nehmen sie nebst der Unterstützung vom Gesundungsprozess und der Linderung von Schmerzzuständen und gesundheitlichen Störungen einen wichtigen Platz für das Wohlbefinden und zur Entspannung ein.

Auch im privaten Umfeld können sie viel zur Entspannung und zum Gesundsein beitragen. Wer kennt nicht diese Situation: Sie kommen abends nach Hause, müde, mit einem vollen Kopf, und dann steht noch eine Einladung oder ein Konzert bevor. Es tut gut, in solchen Momenten kurz abzuschalten, eine Entspannungspause einlegen, den Kopf leeren. Eine heiße Blitzkompresse mit Zitrus-Bademilch auf den Nacken kann jetzt Wunder wirken. Hierzu nehmen Sie einen Frottewaschlappen, falten diesen ein Mal in der Länge nach und rollen ihn auf. Dann mischen Sie die Zitrus-Bademilch mit heißem Wasser und übergießen den Waschlappen. Anschließend rollen Sie ihn auf und legen ihn, sobald die Wärme für Sie angenehm ist, auf den Nacken. Am besten legen Sie sich kurz hin und genießen den Augenblick der entspannenden Wärme.

Ein weiteres Beispiel: Für die Augenentspannung und einen klaren Blick gönnen Sie sich eine temperierte Augentrostkompresse. Nehmen Sie ein Teelöffel voll Augentrostkraut und überbrühen Sie dieses mit ein Liter heißem Wasser. Lassen den Tee 5 bis 8 Minuten zugedeckt ziehen. Sieben Sie den Tee mit dem Kaffeefilter in ein sauberes Gefäß gut ab. Lassen Sie den Tee so lange abkühlen, bis er lauwarm ist. Übergießen Sie die bereit gelegten Watterondellen. Drücken diese leicht aus und legen Sie sie auf die Augen. Zum Warmhalten decken Sie die Watterondellen mit einem Baumwolltuch ab. Genießen Sie die angenehme Wärme und die damit verbundene Entspannung. Und schon sind Sie fit für den Abend.

Der Frühling steht bevor und Sie genießen die längeren Tage und die wärmende Sonne. Sie freuen sich über die wieder erwachender Natur und schon drängt es sie nach draußen in Ihren Kräutergärten. Doch ihr Rücken ist nach dem langen Winter nicht mehr ganz so elastisch und fühlt sich am Abend verspannt an. Hier können sie sich etwas Gutes tun, indem Sie zum Beispiel eine temperierte Johanniskrautölkompresse, verbunden mit einem Rohwollekissen, über Nacht auflegen. Die Wärme macht die Gelenke wieder elastischer und entspannt die Muskeln.

Gönnen Sie sich diese entspannenden Momente und Sie werden sehen, Sie wollen mehr davon.

Madeleine Ducommun-Capponi

31.03.2010

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Erfahrungsbericht mit einer Bienenwachskompresse

von Arlette Bologni-Urech

Vor mir steht eine junge Frau, und schaut mich mit ihren grossen Augen erstaunt an. Sie meint:“ Du,“ es“ hat gewirkt“. Im Moment weiss ich nicht was sie mir mitteilen will. Sie nimmt dies wahr und sagt: Du hast uns doch in der letzten Lernwerkstatt so eine fein duftende Platte mitgegeben. Als ich vorgestern  Morgen erwachte, quälte mich ein fürchterlicher Reizhusten. Ich erinnerte mich an deine Worte, wärmte die Platte und legte sie mir auf. Oh, wie Wohl fühlte sich die milde Wärme an , und so einfach zum Machen.

Ja, ich demonstrierte meinen Lernenden ( FAGE und DNI ) die Anwendung einer Bienenwachsplatte zur Gesundheitsförderung. Bei meinen Überlegungen standen die Kriterien: Verstehbarkeit, Sinnhaftigkeit und Machbarkeit  im Vordergrund.  (Salutogenese-Modell ). Ich bemerkte bei meinen Ausführungen die zum Teil skeptischen Gesichter. Umso erfreulicher nun die Rückmeldung dieser jungen Frau.

In der Ausbildung dieser Berufsrichtungen erachte ich es als enorm wichtig, nebst der Theorie auch ganz konkret Möglichkeiten zur eigenen Gesunderhaltung zu spüren, um diese dann in entsprechenden Situationen anzuwenden. Dies ist mir in der Lernwerkstatt mit der  Demonstration der Bienenwachskompresse gelungen. Was sicher auch ein Verstärker war, ist die Tatsache, dass alle eine Kompresse mit Rohwolle als Weihnachtsgeschenk von mir erhielten. So lag die Bienenwachskompresse für diese Lernende schon bereit, einen Fön zum Wärmen und weich machen der Platte war auch im Haus, und die Motivation zum Auflegen war durch den ekligen Reizhusten gegeben.

Diese Erfahrung zeigt einmal mehr auf, dass jungen Menschen eine äussere Anwendung die einfach handhabbar, verständlich erklärt, absolut Sinn macht für ihre Gesundheit.

Nun wünsche ich uns allen weiterhin solche bedeutsame Erlebnisse.

Arlette Bologni-Urech

Wickelfachfrau

Lenzburg / Schweiz

19.02.2010

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Basal stimulierende Wickel und Auflagen

 Zwei Konzepte im Dialog

Als Fachfrau für Wickel und Auflagen und Kursleiterin für Basale Stimulation® in der Pflege arbeite ich nun schon seit Jahren u.a. mit beiden Konzepten und erlebe im Alltag immer wieder, wie hilfreich es bei der doch sehr persönlichen Begleitung vieler Menschen ist, auf einen Schatz von altem und neuen Wissen zurückgreifen zu können.

Wie ein konzeptübergreifendes Betreuungsangebot aussehen kann, möchte ich mit folgendem Artikel aufzeigen.

Bereits zu Beginn des vergangenen  Jahrhunderts gehörten Wickel und Auflagen zum Repertoire vor allem der häuslichen Pflege. Heute sind  Wickel und Auflagen, als ein Bereich aus der komplementären Pflege wieder aktuell und werden professionell in der Begleitung von bedürftigen Menschen angewandt. Mit dem Wissen um Wickel und Auflagen können Pflegekräfte bei den täglichen Pflegeproblemen aus einem eigenen Fundus pflegetherapeutischer Methoden schöpfen - sei es bei Unruhe, Schmerzen, Verdauungsproblemen oder Schlafstörungen. Besonders auch in der Betreuung von Menschen, die in Ihrer Wahrnehmung eingeschränkt sind, können Wickel und Auflagen u. a. erste Kontakte erleichtern, wichtige Nähe und Zuwendung vermitteln, manches Medikament ersetzen und vielleicht auch  an alt bekannte Wickelerfahrungen anknüpfen. Wickel und Auflagen verhelfen uns aber auch, sich im Rahmen der Selbstpflege wieder verstärkter mit dem eigenen Körper und dessen Bedürfnissen auseinander zu setzen. Durch das Anlegen eines Wickels werden mehrere Sinne des Menschen gleichzeitig angesprochen.

 

Um die Anregung der Sinne geht es auch, wenn wir über  Basale Stimulation® in der Pflege sprechen.

Das Konzept der Basalen Stimulation® wurde in den 70er Jahren von dem Sonderpädagogen und heilpädagogischen Psychologen Prof. Dr. Andreas Fröhlich für die Arbeit mit schwerstmehrfachbehinderten Kindern entwickelt. Dieses Konzept  unterstützt und fördert diese Kinder auf ganz individuelle Weise. Gemeinsam mit der Krankenschwester und Diplompädagogin Prof. Christel Bienstein wurde Mitte der 80er Jahre das Konzept der Basalen Stimulation® in den Fachbereich Pflege übertragen. Basale Stimulation® in der Pflege ist keine Methode auch keine neue Technik, sondern vielmehr ein Angebot, eine Einladung Menschen, die in Ihrer Wahrnehmung eingeschränkt sind, in ihrem Erleben zu begleiten. Dies wird möglich durch die gezielte Förderung zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation unter dem Grundsatz so einfach und elementar wie nur möglich.

Angebote aus beiden Konzepten  unterstützen somit den ganz individuellen Lernprozess eines erkrankten Menschen.

 

Bevor wir in die Umsetzungsphase beider Konzept gehen, müssen wir uns allerdings vorab unserer Grundhaltung bzgl. Mitmensch und Arbeit bewusst sein und sollten bestimmte Voraussetzungen geschaffen haben.

 

Für mich sind als Vereins/ -mitglied die Leitsätze und Gedanken

orientierungsgebend.

 

Neben der aktiven Mitgestaltung und Umsetzung dieser Vereins/ -Inhalte möchte ich im Folgenden auch durch das Schaubild verdeutlichen, was meine Arbeit prägt.

 

Haltung (Gedanken zum Menschenbild):

  • Jeder Mensch ist einzigartig

  • Wertschätzung und Respekt füreinander

  • „Echte“ Anwesenheit anbieten

  • Unterstützende und beratende Begleitung

 

Kompetenz (Einschätzung des Betreuungsangebotes durch die Fachperson):

  • Biographiearbeit mit Betroffenem und/oder Angehörigen

  • Genaue Beobachtung und Einschätzung der aktuellen Situation

  • Ermittlung des Betreuungsbedarfs mit Hilfe verschiedenster Instrumente

  • Reflektion der ersten Einschätzung und Angebote

 

Technik (Praktische Umsetzung der Konzeptinhalte):

  • Vorhandenes Fachwissen angemessen umsetzen

  • „Im Miteinander tun“ – Aufmerksamkeit und Sicherheit vermitteln

  • Wachsamkeit gegenüber Veränderungen von Bedürfnissen

 

Unter Berücksichtigung z.B. der biographischen Anamnese, die im günstigsten Fall, mit dem Betroffenen selbst zu erarbeiten ist, können wir unsere Angebote aus beiden Konzepten miteinander verbinden. Im Idealfall können wir auf positive Vorerfahrungen z.B. mit  Wickel und Auflagen zurückgreifen. Ein Grundsatz der Basalen Stimulation lautet, „Knüpfe an Bekanntes an“. Dieser Ansatz ist auch in der Arbeit mit Wickel und Auflagen  umsetzbar.

 

Die fiebersenkende Wirkung durch einen Wadenwickel oder die Hustenlinderung durch einen Schmalzwickel (der durch die heutige Ölkompresse etwas in Vergessenheit geraten ist), können durch Wirkung aber auch durch Geruchserinnerungen positive Erfahrungen an frühere Zeiten hervorrufen. So könnte auch z.B. mit einer Bienenwachsauflage, bei einem Imker eine positive Verbindung zu seiner Arbeit hergestellt werden.

 

 

Der Geruch einer Lavendelölkompresse kann an einen schönen Urlaub in der Provence und die wunderbar duftenden Lavendelfelder erinnern, oder aber an die Verwendung als Mottenmittel. Wichtig ist in diesem Fall, dass vor der Anwendung genau über- prüft wird, welche Erlebnisse bzw. Gefühle der  Betroffene mit dieser/m  Anwendung/Duft in Verbindung bringt. Dies sollte ausschlaggebend sein, in der Auswahl des Wickels, bzw.    des Zusatzes.

 

 

Eine Wickelanwendung orientiert sich aber natürlich auch an dem aktuellen Gesundheitszustand des Betroffenen. Braucht er Unterstützung zur Linderung von bestimmten Beschwerden oder möchte er Vorsorge betreiben, um gesund zu bleiben? Hier muss von einer erfahrenen Fachkraft festgestellt werden, welche Anwendungen zur gewünschten Unterstützung angemessen sind. Die gemeinsame Entscheidung für eine Anwendung wird somit auch im Sinne der ganzheitlichen Sichtweise getroffen, so dass Körper, Geist und Seele gleichermaßen angesprochen werden.

 

So, wie sich die Angebote aus der Basalen Stimulation® an unseren Sinnen orientieren, ist dies in der  Anwendung von Wickel und Kompressen ebenfalls möglich. Im folgenden Schaubild habe ich eine Zuordnung der Arbeit mit Wickel und Kompressen in Bezug auf unsere Sinneswahrnehmung getroffen.

 

Somatische Stimulation:

  • Berührung und Körpererfahrung mit den Händen

  • Körpererfahrung mit speziellen Wickelzusätzen und Wickeltüchern (Leinen, Baumwolle, Wolle...)

  • Lagerung, wenn möglich biographieorientiert - begrenzend, umhüllend einwickeln mit speziellem Wickelmaterial, Decke und Lagerungskissen

  • Ganz/ oder Teilpackungen

Vestibuläre Stimulation:

  • Lagerung

  • Beim Anlegen und Abnehmen des Wickels, z.B. Bauch- oder Brustwickels

Visuelle Stimulation:

  • Wickelmaterial bereitstellen

  • ggf. entsprechend frische Heilpflanze oder Bildmaterial der solchen

  • Umgebung gestalten

  • Poster zur Wickelanleitung

  • Herstellung der Wickelanwendung in Sichtnähe

  • Anlegen des Wickels unter Sichtkontakt

 

Orale Stimulation:

  • Verknüpfung zu Wickelzusätzen, ggf. essbare Zusätze wie Zitrone, Quark, Kartoffel, Pfefferminze anbieten

  • Heilkräutertee auch innerlich

 

Olfaktorische Stimulation:

  • Wickelzusätze, z.B. ätherisches Öl (bzw. entsprechende Heilpflanze), Heilkräuterteeaufguss, Quark, Kohl, Zwiebel, Zitrone, Bienenwachskompresse

  • Raumbelüftung

Taktile-haptische Stimulation:

  • Körpererfahrung mit verschiedenen Wickelzusätzen, z.B. Quark, Heilerde, Kohl, Leinsamen, Kartoffel, Heilpflanzen

  • verschiedene Wickeltuchqualitäten

  • Kirschkern/ Erbsen/ Traubenkernkissen

  • Thermische Anwendungen, z.B. feucht heiße oder kalte Wickel, Kataplasma, Peloid

 

Auditive Stimulation:

  • Geräuschreduzierung

  • ggf. vertraue, leise Musik

  • vertraute Stimmen

  • umfassender Informationsaustausch

  • Gedicht, Lied u./o. Geschichte zur Anwendung

Basal stimulierende Wickel und Auflagen sind für alle Menschen von Bedeutung, die von Wahrnehmungsveränderungen bedroht oder diese bereits erlitten haben. Wie Sie sich in Ihrem Körper erleben, ist für uns Außenstehende nicht immer leicht zu erahnen. Wie zeigen Sie uns Ihre Bedürfnisse, Ihren Schmerz, wie können wir Sie im Gesundbleiben oder Gesundwerden unterstützen oder aber auf Ihrem letzten Weg begleiten?

 

Einfühlsam müssen wir lernen die Körper/- Sprache dieser Menschen zu verstehen,  um herauszufinden, was für Sie gerade in der aktuellen Situation von Bedeutung ist, bzw. welche Wickelanwendung Ihre Befindlichkeit im positiven unterstützt. In einem Wickel „eingehüllt“ zu sein, vermittelt körperliche Nähe, lässt eigene Körpergrenzen spüren und gibt dadurch Orientierung.

 

Bedürfnisse des Anderen ernst nehmen, ihn zuverlässig zu begleiten und fachlich kompetent zu pflegen ist eine wichtige Basis für ein gutes Miteinander.

 

Ich glaube, dass der  Basale-Wickel-Dialog einen guten Beitrag dazu leisten kann.

 

Elke Heilmann-Wagner

Kursleiterin für Wickel und Auflagen und Basale Stimulation® in der Pflege

 

Bobenheim am Berg, den 17.10.2009

 

Literatur:

Annegret Sonn: Wickel und Auflagen, Alternative Pflegemethoden erfolgreich anwenden,

Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2004

C. Bienstein, A. Fröhlich : Basale Stimulation in der Pflege, Die Grundlagen, Kallmever´sche Verlagsbuchhandlung GmbH, Seelze-Velber, 2003

Eigene Seminarunterlagen – Wickel und Kompressen und Basale Stimulation@ in der Pflege

1.12.2009

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Die Zwiebelauflage - der richtige Pflanze für die Winterzeit

 

Die Zwiebel (Allium cepa) besitzt durch ihre schwefelhaltigen Inhaltsstoffe wie Allicin, Sulfonyldisulfide und Propanthialoxid einen stark sekretlösenden und verflüssigenden Effekt, ebenso eine entzündungshemmende, leicht antibiotische und schmerzlindernde Wirkung. Als Auflage und Hustensaft wirkt sie daher hervorragend gegen Mittelohrentzündungen, Schmerzen, Husten und Schnupfen. Außerdem mildert eine frische Zwiebelauflage Schmerz und Giftwirkung bei Insektenstichen.

 

Bewährte Hausmittel und Anwendungen

 

Zubereitung eines Zwiebelpäckchens bei Schnupfen

Bei Schnupfen eine viertel Zwiebel klein schneiden und in ein Stoff- oder Papiertuch einwickeln. Das Päckchen in einer kleinen Schale im Kinderbett oder in der Nähe platzieren, allerdings mindestens zehn Zentimeter vom Kopf entfernt: Das Einatmen des Zwiebelduftes wirkt zwar stark sekretlösend, aber bei manchen Kinder auch reizend auf die Augen.

 

Zwiebelauflage

Eine geschälte Zwiebel vierteln und die einzelnen Schichten voneinander lösen. Diese mit der Wölbung nach oben auf ein kleines Tuch legen. Dieses so falten, dass ein Päckchen entsteht. Dieses wird platt gedrückt und dann erwärmt, z. B. zwischen zwei Wärmflaschen – dafür zum Geruchsschutz in Plastikfolie oder Butterbrotpapier einwickeln – oder zwischen zwei Tellern über kochendem Wasser. Niemals in der Mikrowelle erhitzen, da hierdurch Wirkstoffe zerstört werden. Die Zwiebelauflage soll sich sehr warm, aber noch angenehm anfühlen, keinesfalls kühl (Wirkungsverlust, Unwohlsein)! Die Haut durch versuchsweises Auflegen an die Wärme gewöhnen und den Zwiebelwickel (ohne Folie!) für mindestens 20 Minuten mit einem Tuch oder Kleidungsstück befestigen.

 

Zwiebel-Ohr- oder Brustwickel bei Mittelohrentzündung und Bronchitis

Der Zwiebelwickel als Ohr- oder Brustauflage hilft besonders bei Bronchitis oder Mittelohrentzündung und wird wie oben beschrieben zubereitet. Erwärmen Sie den Wickel hierbei besonders sorgfältig. Das warme Zwiebelpäckchen wird auf das Ohr (bei Mittelohrentzündung) oder auf die Brust (bei Husten/Bronchitis) aufgelegt. Auf Wunsch kann zusätzlich ein Wolltuch, Rohwolle oder Watte darüber gelegt werden. Das Ganze wird am Ohr mit einem Stirnband oder einer Mütze befestigt oder im Brustbereich mit einem großen Tuch, möglichst aus Wolle. Der Wickel sollte mindestens 20 Minuten liegen und kann so lange verbleiben, wie er als angenehm empfunden wird, 1- bis 2-mal täglich. Nach Abnahme des Wickels soll insbesondere das Ohr warm gehalten werden.

 

Zwiebelsocken bei Erkältung und Kopfschmerzen

Ein Zwiebelpäckchen als Fußsohlenauflage wirkt reflektorisch ableitend auf Entzündungen im Kopfbereich, z. B. beginnende Erkältung und Kopfschmerzen. Die Zwiebelauflage wie oben beschrieben herstellen (etwa Fußsohlenlänge) und auf beide Fußsohlen warm auflegen. Darüber Baumwoll- oder Wollsocken anziehen.

 

Zwiebelhustensirup

Bei Erkältung, Schnupfen und Husten leistet der Zwiebelhustensirup hervorragende Dienste: Zur Herstellung eine halbe Zwiebel klein schneiden und in einem Schraubglas mit zwei Esslöffeln hochwertigem flüssigem Honig vermischen. Nach 10–20 Minuten tritt ein Saft aus. Diesen mit einem Löffel entnehmen oder abgießen: Fertig ist ein überraschend wohlschmeckender und überaus wirksamer Hustensirup. Bei Husten mehrmals täglich 1–2 Teelöffel davon einnehmen.

 

Wichtig: Bei allen Wickelanwendungen sollten das Kind oder die Person and er es angelegt wird gut beobachtet werden um rechtzeitig Nebenwirkungen zu erkennen. Idealerweise sollte man den Wickel schon einmal an sich selbst getestet haben.

  

Bernadette Bächle-Helde

Pflegewissenschaftlerin, Kinderkrankenschwester und Fachfrau für Wickel- und Heilpflanzenanwendungen

3.11.2009

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Wickel und Kompressen im Fernsehen!!!

Am 10.10.2009 um 18.15 Uhr wird im SWR 3 in der Sendung "Landesschau unterwegs" ein Beitrag von Bernadette Bächle-Helde über Wickel gesendet. Nicht versäumen!

Pressemitteilung SWR

 

Landesschau unterwegs:

Gesundheit aus der Natur – Alte Hausmittel neu entdeckt 

ein Film von Thomas Eberding

Sendung: Samstag, 10.10.2009, 18.15-18.45 Uhr (Wdh.12.10.09, 8.30 Uhr)

SWR Fernsehen

Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen, Wadenwickel bei Fieber – bereits seit Generationen werden solche Hausmittel angewendet. Wer bei Gesundheitsbeschwerden nicht gleich den Arzt zu Rate ziehen wollte, ging in den Garten oder auf die Wiese. In der Natur wächst, was man zur Behandlung braucht. Dieses Wissen ging zunehmend mit dem Vormarsch der Produkte der Pharmaindustrie verloren. Jetzt erleben die alten Hausmittel eine kleine Renaissance. Offenbar sind viele Menschen unzufrieden mit Pillen und Tropfen aus der Fabrik, sie kritisieren Nebenwirkungen, Preise und Nutzen. Die alten Hausmittel kennen einige noch von den Eltern und Großeltern. Oder man lässt sie sich erklären, etwa auf einer Kräuterwanderung. Auch Apotheker und Ärzte stellen sich auf alte Hausmittel ein: in der Behandlung der Patienten erhalten diese häufig wieder einen gleichwertigen Platz neben der schulmedizinischen Therapie. Selbst in der Freiburger Uniklinik werden überlieferte Heilmethoden zum Beispiel mit Quarkwickeln gelehrt.

September 2009

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Es freut mich ganz besonders bekannt geben zu dürfen, dass unsere Bernadette im August 2009 geheiratet hat. Sie heißt jetzt Bernadette Bächle-Helde.

Herzliche Gratulation dem glücklichen Paar!    

September 2009

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Das Internationale Fachgremium für Wickel und Kompressen möchte in Zukunft die Seite Aktuelles neu befüllen. Jedes Monat soll, zusätzlich zu den bisherigen Ankündigungen, ein interessanter Artikel zum Thema Wickel und Kompressen erscheinen. Außerdem werden auf dieser Seite Änderungen und Neuigkeiten über die Homepage erscheinen, um allen unnötiges Suchen zu ersparen.

Die zweite Fachtagung für Wickel und Kompressen ist für 2011 in Planung und wird wieder in Friedrichshafen stattfinden.

Wir bedanken uns bei unseren Lesern und Mitgliedern herzlich für Ihr Interesse und sind weiterhin bemüht unsere Homepage auf dem neuesten Wissensstand zu halten.

Wir wünschen unseren Mitgliedern und Lesern einen erholsamen Sommer.

Evelin Habicher

August 2009

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Einladung zur Abschlusspräsentation der

8. Fachweiterbildung für

Wickelanwendungen / LINUM e.V. und DI Dornstadt

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder von Linum e.V. , wir laden Sie herzlich ein, unsere Gäste zu sein, wenn wir am

Samstag, den 21.März 2009 von 10.30 bis ca.16.30 Uhr am Diakonischen Institut für Soziale Berufe in Dornstadt/bei Ulm

den Abschluss der berufsbegleitenden Fachweiterbildung für Wickel-Anwendungen präsentieren.

Die Absolventinnen und Absolventen möchten Ihnen, über ihre Erfahrungen aus der sechsmonatigen Weiterbildung berichten, ihr Wissen vorstellen und praktische Fertigkeiten unter Beweis stellen.

In den Pausen und im Anschluss der Präsentation werden Sie Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich fachlich auszutauschen.

Nähere Informationen zu den Vorträgen und dem Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.

Ich würde mich sehr freuen, Sie in Dornstadt begrüßen zu können,

Mit freundlichen Grüßen

Elke Heilmann-Wagner, 1. Vorsitzende

Programm

für die Abschlusspräsentation der berufsbegleitenden Weiterbildung zur Fachfrau / zum Fachmann für Wickelanwendungen

am Samstag, den 21. März 2009

Beginn 10.30 Uhr

Pause mit kleinem Imbiss 12.00 Uhr – 13.30 Uhr

Pause mit Kaffee/Tee und Kuchen 14.40 Uhr – 15.20 Uhr

Folgende Ausschnitte aus den Abschlussarbeiten der Kursteilnehmer werden vorgestellt:

• Mit Wickelpflanzen durchs Jahr

• Wickel und Auflagen als Fortbildung im ambulanten Pflegedienst SOPHIA

• Einführung komplementärer Pflegemethoden im stationären Bereich unter

  schwierigen Rahmenbedingungen

• Einführung Wickel und Auflagen auf der Palliativstation

• Tipps zur Regulierung des Schlaf /-Wachrhythmus – komplementäre 

  Anwendungen

• Chancen und Möglichkeiten für Wickelanwendungen in der häuslichen

  Kinderkrankenpflege

• Entspannungstag für pflegende Angehörige mit Aromapflege

Zusammenfassung / Ausblick

Überreichung der Zertifikate an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Gelegenheit zum Austausch und Gespräch mit den Absolventinnen und Absolventen

Ende der Präsentation ca.16.30 Uhr

Anmeldung - bitte bis spätestens 02.03.2009 unter

elke.heilmann-wagner@web.de

www.linum-schule.de

Wegbeschreibung - so finden Sie das Diak. Institut für Soziale Berufe, Dornstadt:

Dornstadt liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahnausfahrt Ulm West an der A8. In 15 km Entfernung kreuzen sich A8 (Stuttgart-München) und A7 (Würzburg-Kempten) am Autobahnkreuz Elchingen. Ulm hat ein ICE-Bahnhof, von dem aus eine Busverbindung nach Dornstadt besteht.

Anreise mit dem Pkw:

Ab der Autobahnabfahrt Ulm West oder von der B 10 kommend orientieren Sie sich bitte grundsätzlich an der Ausschilderung nach Dornstadt. Wenn Sie von der Autobahn oder der B 10 her kommen, finden Sie nach der Abfahrt in Dornstadt Wegweiser zum "Altenzentrum". Das Altenzentrum, auf dessen Gelände sich das Diak. Institut befindet, liegt am östlichen Ortsrand von Dornstadt (der nächste Ort wäre Beimerstetten). Fahren Sie das kleine Sträßchen, auf das Sie die Wegweiser "Altenzentrum" führen, ganz durch und am Altenzentrum entlang bis Sie fast wieder auf die Felder kommen. Sie sehen dann am Ende der verschiedenen Gebäude rechterhand zwei landwirtschaftliche Silos und biegen hier rechts ab, dem kleinen Wegweiser zur "Fortbildungsstätte / Diak. Institut" folgend. Fahren Sie ins Gelände 'rein, an Wochenenden hat es meist genügend Parkplätze.

Anreise mit dem Öffentlichen Verkehr:

Wenn Sie aus dem Ulmer Hauptbahnhof herauskommen, liegt gleich rechts der Zentrale Omnibusbahnhof. Von dort fährt die Buslinie 7504 (Bstg. 4) nach Dornstadt. Fragen Sie den Busfahrer, ob er bis zum Altenzentrum in Dornstadt fährt, ansonsten müssen Sie von der Haltestelle Dornstadt Schule noch ca. 12 Min. Fußweg zum Altenzentrum (ausgeschildert s. oben) zurücklegen.

Sie können vom Ulmer Hauptbahnhof aus auch ein Taxi zum Altenzentrum in Dornstadt nehmen.

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Jahresbericht www.wickel.biz

 

Das internationale Fachgremium für Wickel und Kompressen bedankt sich bei den Besuchern unserer Homepage für das rege Interesse und die hilfreichen Feedbacks. Wir möchten Ihnen kurz berichten, was sich letztes Jahr auf www.wickel.biz  getan hat:

Neu auf der Homepage:

• Umarbeitung aller Seiten auf die neuen Bildschirmformate

• Einbau von Informationsseiten zur Internationalen Fachtagung für Wickel und Kompressen – Infos, Programm, Nachlese, Fotos, Presseseite, Feedback

• Einbau von einer Informationsseite über das Internationale Fachgremium für Wickel und Kompressen

• Die Seiten Anwendungen und Heilpflanzen wurden im Rahmen einer Projektarbeit gemeinsam mit Elke Heilmann-Wagner, Ute Baumgärtner, Monika Halter und Evelin Habicher neu erstellt

• Interne Seiten

  • Neugestaltung der Internen Seiten

  • Umfasst jetzt 45 Seiten

Statistik:

Im letzten Jahr wurde unsere Homepage von ca. 31000 Usern besucht. Das sind im Monat durchschnittlich 2580 Besucher .

Zukunft:

Um die Seiten auch weiterhin attraktiv für unsere Nutzer zu gestalten, werden wir über die Zukunft der Homepage www.wickel.biz beim nächsten Internationalen Fachgremium für Wickel und Kompressen im Juli 2009 in Gais  neue Möglichkeiten diskutieren.

Wir wünschen Ihnen weiterhin viele interessante und informative Stunden auf www.wickel.biz.

Evelin Habicher

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Abschluss Weiterbildungslehrgang

Komplementäre Pflege II

Am 27.06.2008 fanden im Hotel Gasthof Post in Rinn die Abschlusspräsentationen der Weiterbildung Komplementäre Pflege statt. Neben zahlreichen interessierten Besuchern durften wir die Abgeordnete zum Nationalrat Frau Maria Grander, den Landessanitätsdirektor Dr. Christoph Neuner und den Obmann des ÖGKV Tirol Manfred Neurauter herzlich begrüßen.

Nach einführenden Worten von Dr. Christoph Neuner präsentierten die elf TeilnehmerInnen ihre Abschlussarbeiten und stellten sich in den Pausen den Fragen des Publikums. Im Anschluss daran wurden die Zeugnisse von Frau Maria Grander, Evelin Habicher und Manfred Neurauter feierlich übereicht.

Wir gratulieren den Absolventen herzlich zur bestandenen Prüfung. Sie dürfen nun die Zusatzbezeichnung „Komplementäre Pflege“ führen.

 

Manfred Neurauter - ÖGKV Tirol

Evelin Habicher - Lehrgangsleitung

10.07.2008

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Einladung zur Abschlusspräsentation der

Weiterbildung Komplementäre Pflege

 

Es ist uns eine große Freude, den Abschluss des 2. Weiterbildungslehrgangs Komplementäre Pflege nach § 64 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes bekannt zu geben.

Wir dürfen Sie zur Abschlusspräsentation herzlich einladen.

Termin: 27.06.2008

Uhrzeit: 13.00 - 19.00 Uhr

Ort: Hotel Gasthof Post, A-6074 Rinn bei Innsbruck

Programm unserer AbsolventInnen:

13.00 Uhr

Begrüßung

 

13.20 Uhr

„Altes Wissen neu entdecken“

Annegret Schöpf-Eller

Manfred Neurauter

14.00 Uhr

„Welche komplementären Pflegemaßnahmen können bei Schlafstörungen eingesetzt werden? Welche Vorteile haben sie gegenüber Schlafmedikamenten?“

Petra Neuhöfers

14.20 Uhr

„CIMLA das Öl für alle Fälle“

CIMLA - Cistrose Immortelle Lavendel

Elisabeth Grobauer

14.40 Uhr

„Linde“

Raina Katholnigg

15.00 Uhr

"Komplementäre Pflegemaßnahmen bei Obstipation im Palliativpflegerischen Kontext"

Sabine Hammer

15.20 Uhr

Kaffeepause und Austausch

 

16.00 Uhr

„Der Topfenwickel: Wie bekannt ist seine theoretische und praktische Anwendung in unserem Umfeld?“

Manuela Durnwalder

Renate Seeber

16.40 Uhr

"UNSERE HÄNDE - MEHR ALS EIN WERKZEUG“

Michaela Pillitsch

17.00 Uhr

"Die Lavendelölkompresse - Beeinflusst die Erinnerung an den Duft des Lavendels die Schlafqualität?"

Elke Haßler

17.20 Uhr

„Die Brennnessel - ein Kraut mit ganzheitlich universeller Wirkung auf Mensch, Tier und Pflanzenwelt.“

Monika Bußlehner

17.45 Uhr

Zeugnisverteilung

 

19.00 Uhr

Schluss

 

 

 

Anfahrt: Autobahnabfahrt Hall Mitte - Richtung Tulfes, weiter bis Rinn. Parkmöglichkeiten vorhanden.

Anmeldungen erbeten unter:

ÖGKV Hall, 6060 Hall in Tirol, Behaimstr. 2, Tel.: 05223 55991, Mail: office.tirol@oegkv.at

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher.

Manfred Neuratuer - ÖGKV Tirol

Evelin Habicher - Lehrgangsleitung

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Einladung zur Abschlusspräsentation der  7. Fachweiterbildung für

Wickelanwendungen / LINUM e.V. und DI Dornstadt

(Begründerin Annegret Sonn)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein, unsere Gäste zu sein, wenn wir am

Samstag, den 8. März 2008 von 10.30 bis ca. 16.45 Uhr im

 Diakonischen Institut für soziale Berufe in Dornstadt / bei Ulm

den Abschluss der berufsbegleitenden Fachweiterbildung für Wickelanwendungen  präsentieren.

Die AbsolventInnen möchten Ihnen über ihre Erfahrungen aus der sechsmonatigen Weiterbildung berichten, ihr Wissen vorstellen und praktische Fertigkeiten unter Beweis stellen. In den Pausen und im Anschluss der Präsentation werden Sie Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich fachlich auszutauschen.

Nähere Informationen zu den Vorträgen und dem Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Dornstadt begrüßen zu können und bitten Sie, sich unter elke.heilmann-wagner@web.de anzumelden (Anmeldeschluss 29.02.2008).

Mit freundlichen Grüßen

Elke Heilmann-Wagner

1. Vorsitzende LINUM e.V.

 

Programm

für die Abschlusspräsentation der berufsbegleitenden

Weiterbildung zur Fachfrau / zum Fachmann für

Wickelanwendungen

 

Beginn 10.30 Uhr, Samstag 8. März 2008

Pause mit kleinem Imbiss 12.20 - 13.30 Uhr

Pause 14.40 - 15.20 Uhr

Folgende Ausschnitte aus den Abschlussarbeiten der Kursteilnehmer werden vorgestellt:

  • Wickel, Auflagen und Kompressen bei Erkältungen

  • Wickelparty für Eltern und Kinder

  • Johanniskrautöl - zur Wundbehandlung

  • Heilpflanzenkalender

  • Anwendungsbeobachtung - Rhythmische Einreibung und feucht-heißer Leibwickel in Bezug auf das Stuhlverhalten

  • Wie kommt der Wickel auf Station? Wir bringen ihn hin!

  • Produkte aus Bienenwachs

  • Ingwer - "Das sanfte Feuer"

  • "Königinnen" - Mutter / Rose

  • Wickel und Auflagen in der Hospizpflege

  • Wickelfachwissen für Sri Lanka

Zusammenfassung / Ausblick

Gelegenheit zum Austausch und Gespräch mit den AbsolventInnen

Ende der Präsentation ca. 16.45 Uhr

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Linum Treffen der Wickelfachleute

vom 23.11.-25.11.2007

Unser Linum Treffen ist bereits zu einem alljährlichen Fixpunkt geworden und war wieder immer ein voller Erfolg. Über 40 Wickelfachleute trafen sich zu einem Gedankenaustausch. Zwischen hochwertigen Inputs konnten wir uns persönlich über unsere Erfahrungen austauschen und Neuigkeiten besprechen. Frau Dr. Heide Fischer führte uns in die Heilpflanzenkunde bei Frauen ein. Wir konnten von ihrem großen Wissensschatz profitieren und dieses Wissen wird sicher in unsere Pflege mit einfließen.

Es fand auch die Jahreshauptversammlung von Linum e.V. statt und dabei wurde ein neuer Vorstand gewählt:

Der neue Vorstand vonLinem e.V.: (von links nach rechts)

Monika Halter (Vertreterin des Wickelfachforums), Elke Müller (stellvertretende Vorsitzende), Sabine Pulino (Vertreterin der Wickelfachweiterbildung), Francoise Laass (Schatzmeisterin), Elke Heilmann-Wagner (1. Vorsitzende).

Ein herzliches Dankeschön an das Organisationsteam von Linum e.V.

Das nächste Treffen findet vom 21.11.-23.11.2008 statt.

Dezember 2007

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Einladung zur Abschlusspräsentation der

Weiterbildung Komplementäre Pflege

 

Es ist uns eine große Freude, den Abschluss des 1 Weiterbildungslehrgangs Komplementäre Pflege nach § 64 des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes bekannt zu geben.

Wir dürfen Sie zur Abschlusspräsentation herzlich einladen.

Termin: 15.Juni 2007

Uhrzeit: 10.00 - 18.00 Uhr

Ort: Hotel Gasthof Post, A-6074 Rinn bei Innsbruck

Programm unserer AbsolventInnen:

10.00

Begrüßung

 

10.20

Räuchern - eine effektive und schnelle Möglichkeit zur Selbstpflege

Beatrix Geiger

10.40

Bitterstoffe bitter nötig

Marlies Hauschka

11.00

Komplementäre Pflegemethoden bei Atemwegserkrankungen

Martina Wallner

11.20

Komplementäre Pflege im Stationsalltag

Claudia Degmaier

11.40

Anwendungen mit Lavendel in der Geriatrie

Tanja Prantl

12.00

Mittagspause

 

13.00

Wundheilung mit komplementären Methoden

Andrea Neuhauser

Hermann Schlögl

13.40

Leinsamen - Teil eines Obstipationskonzeptes in der Rehabilitation

Claudia Aurbach

14.00

Die Zwiebel - Tränen die Heilen

Alexandra Federa

14.20

Antipyretika oder fiebersenkender Wadenwickel

Brigitta Poppeller

14.40

Das Sonnenkraut mit Zauberkraft

Ines Sturm

15.00

Kaffeepause

 

15.40

Wie wirken Wickel?

Angelika Oberhofer

Karin Tapfer

16.20

Sich einlassen auf den Weg in ein neues Körpergefühl - die Rhythmische Fußeinreibung in der neurorehabilitativen Pflege

Elisabeth Stangl

16.40

Stresssymtome in der Demenz

Helene Harton

17.00

Zeugnisverteilung

 

     
  ÖGKV Landesverband Tirol

Manfred Neurauter

Lehrgangsleitung

Evelin Habicher

Mai 2007

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Einladung zur Abschlusspräsentation der  6. Fachweiterbildung für  Wickelanwendungen / LINUM e.V. und DI Dornstadt

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein, unsere Gäste zu sein, wenn wir am

Samstag, den 24. März 2007 von 10.00 bis ca. 17.00 Uhr im Diakonischen Institut für soziale Berufe in Dornstadt / bei Ulm

den Abschluss der berufsbegleitenden Fachweiterbildung für Wickelanwendungen  präsentieren.

Die AbsolventInnen möchten Ihnen über ihre Erfahrungen aus der sechsmonatigen Weiterbildung berichten, ihr Wissen vorstellen und praktische Fertigkeiten unter Beweis stellen. In den Pausen und im Anschluss der Präsentation werden Sie Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich fachlich auszutauschen.

Nähere Informationen zu den Vorträgen und dem Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Dornstadt begrüßen zu können und bitten Sie, sich unter elke.heilmann-wagner@web.de anzumelden (Anmeldeschluss 5.03.2007).

Mit freundlichen Grüßen

Elke Heilmann-Wagner

1. Vorsitzende LINUM e.V.

Programm

für die Abschlusspräsentation der berufsbegleitenden

Weiterbildung zur Fachfrau / zum Fachmann

für Wickelanwendungen

 

Beginn 10.00 Uhr, Samstag 24. März 2007

Pause mit kleinem Imbiss 12.30 - 13.15 Uhr

Pause 15.00 - 15.30 Uhr

Folgende Ausschnitte aus den Abschlussarbeiten der Kursteilnehmer werden vorgestellt:

  • Mediterrane Frucht - Die Zitrone

  • Wohltuende Wickel - Anregungen zur Durchführung einer Veranstaltung im Rahmen der ländlichen  Erwachsenenbildung

  • Lein - "Der Gebräuchlichste"

  • Die Kartoffel

  • Der Leberschafgarbenwickel bei Kindern mit ADHS

  • Wickelanwendungen als Standard in der Ambulanten Pflege

  • Der Quarkwickel - Erfahrungen aus der Geburtshilfe

  • Wickel und Auflagen bei Fieber

  • Pfefferminze - von der Pflanze bis zur Anwendung

  • Der Zwiebelbrustwickel

  • Gesundheit und Wohlbefinden durch Wickel & Auflagen - Anregungen für Familien und Praxisalltag

  • "Ein unvergessliches Wickelerlebnis"

Zusammenfassung / Ausblick

Gelegenheit zum Austausch und Gespräch mit den AbsolventInnen

Ende der Präsentation ca. 17.00 Uhr

Feber 2007

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Pressemitteilung

im März 2006

LINUM e.V. und das Diakonische Institut für soziale Berufe :

 

Abschluss der 5. Wickel-Fachweiterbildung

am 19. März 2006 in Dornstadt / Ulm

 

Wickel zwischen Tradition und Zukunftsorientiertheit

Wickel sind im Kommen

Falsch gewickelt ist, wer glaubt, Wickel-Anwendungen seinen eine betuliche Randerscheinung praktischer Pflege nach Großmutter-Art. Wickel sind im Kommen.

Mancher Anbieter plant, Wickel als zusätzliche Leistung in den Angebotskatalog stationärer wie ambulanter Pflege aufzunehmen.

Was noch wie ein Geheimtipp gehandelt wurde, als Annegret Sonn 1999 die erste Wickel-Fachweiterbildung an Ihrer Schule LINUM anbot und seit Ihrem Tod 2003 von LINUM e.V. und dem DI in Dornstadt weitergeführt wird, wirkt sich spürbar auf die Nachfrage nach Weiterbildungen von LINUM e.V. und DI aus. So haben in der sechsmonatigen, berufsbegleitenden Wickel-Fachweiterbildung wieder 16 TeilnehmerInnen aus überwiegend pflegerischen Berufen mit Erfolg Ihren Abschluss zur Fachfrau/Fachmann für Wickelanwendungen absolviert.

Mit sehr viel persönlichem Engagement haben die Teilnehmer selbst, aber auch einige Arbeitgeber die Weiterbildungskosten mit dem Ziel übernommen, Wickel als qualifiziertes Angebot in Ihrem Arbeitsbereich einzuführen.

Weiterbildung in Dornstadt

Die überwiegend aus den Gesundheitsberufen kommenden Fachkräfte der sechs Monate (insg. 160 Ustd.) umfassenden berufsbegleitenden Weiterbildung haben nach bestandener Prüfung ihr Zertifikat als Fachfrau/Fachmann für Wickelanwendungen erhalten.

Die fachliche Leitung dieser in Deutschland einmaligen Weiterbildung liegt bei LINUM e.V. (Verein zur Förderung der  naturheilkundlichen und ganzheitlichen Pflegemethoden, insbesondere die der Wickel und Auflagen)  und dem Diakonischen Institut für soziale Berufe in Dornstadt.

Im September 2006 (weitere Infos unter www.linum-schule.de und www.wickel.biz) beginnt die sechste Wickel-Fachweiterbildung. 

Eine fachdidaktische Zusatzqualifikation zur Kursleiterin / zum Kursleiter für Wickelanwendungen wird als weiterführende Weiterbildung ebenfalls von LINUM e.V. und dem DI angeboten.

 Wissensaktualisierung und Qualitätssicherung

Jährliche Treffen des Wickel-Fachforums (LINUM e.V. - einem Zusammenschluss der zertifizierten Wickelfachleute in Deutschland) zu speziellen Fortbildungsthemen ermöglichen es, den Wissenstand zu aktualisieren und Erfahrungen auszutauschen. Grenzübergreifend trifft sich einmal jährlich eine Gruppe von Wickelfachfrauen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland zum Fachaustausch (Dreiländertreffen).

17.05.2006

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Einladung zur Abschlusspräsentation der 5. Fachweiterbildung für

Wickelanwendungen / LINUM e.V. und DI Dornstadt

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein, unsere Gäste zu sein, wenn wir am

Samstag, den 18. März 2006 von 10.00 bis ca. 17.00 Uhr im Diakonischen Institut für soziale Berufe in Dornstadt / bei Ulm

den Abschluss der berufsbegleitenden Fachweiterbildung für Wickelanwendungen  präsentieren.

Die AbsolventInnen möchten Ihnen über ihre Erfahrungen aus der sechsmonatigen Weiterbildung berichten, ihr Wissen vorstellen und praktische Fertigkeiten unter Beweis stellen. In den Pausen und im Anschluss der Präsentation werden Sie Gelegenheit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich fachlich auszutauschen.

Nähere Informationen zu den Vorträgen und dem Ablauf der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem beigefügten Programm.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Dornstadt begrüßen zu können und bitten Sie, sich unter elke.heilmann-wagner@web.de anzumelden (Anmeldeschluss 1.03.2006).

Mit freundlichen Grüßen

Elke Heilmann-Wagner

1. Vorsitzende LINUM e.V.

 

Programm

 

für die Abschlusspräsentation der berufsbegleitenden

Weiterbildung zur Fachfrau / zum Fachmann für

 Wickelanwendungen

Samstag 18. März 2006

 

Beginn 10.00 Uhr

Pause mit kleinem Imbiss 12.30 - 13.15 Uhr

Pause 15.00 - 15.30 Uhr

Folgende Ausschnitte aus den Abschlussarbeiten der Kursteilnehmer werden vorgestellt:

  • Wickel und Auflagen - für das ganz Jahr

  • Wickelmaterial / Was "umhüllt " uns?

  • Kohl und Wirsinganwendungen im Vergleich / Geschichtliches

  • Anwendung in der Erkältungszeit

  • Wickelanwendungen zur Atemförderung

  • Die Zitrone

  • Anwendungsmöglichkeiten in der Altenpflege

  • Standards - äußere Anwendungen

  • Dysmenorrhoea - komplementäre Pflegmethoden im Selbstversuch

  • Honig und Bienenwachs und seine Einsatzmöglichkeiten

  • Dokumentationsmöglichkeiten von Wickel und Auflagen bei Frühgeborenen / Kindern

  • Elternschulung / Wickelanwendungen im Familienalltag

  • Äußere Anwendungen als Selbstpflege

Zusammenfassung / Ausblick

Gelegenheit zum Austausch und Gespräch mit den AbsolventInnen

Ende der Präsentation ca. 17.00 Uhr

Feber 2006

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Gründung von LINUM  e.V.

Annegret Sonn hat seit 1999 in ihrer Schule LINUM eine Wickel-Fachweiterbildung angeboten. Mehr als 60 Fachkräfte aus Gesundheitsberufen sind von ihr weitergebildet worden. Annegret Sonn ist im Juli 2003 verstorben. Wir haben eine hochkompetente Ausbilderin und engagierte Kämpferin für die Wickel verloren. Es war ihr großer Wunsch, dass die Wickel-Fachweiterbildung weiterhin angeboten wird.

Im November 2004 wurde der Verein Linum e.V.  gegründet, um diesem Wunsch zu entsprechen. Unter Zuhilfenahme ihres Weiterbildungscurriculums führt eine Gruppe erfahrener Wickelfachfrauen ab 2005 die Fachweiterbildung im Geiste von Annegret Sonn fort. Das Diakonische Institut für soziale Berufe in Dornstadt bietet wie bisher den geeigneten Rahmen.

Vorstand von LINUM e.V.:

1. Vorsitzende Elke Heilmann-Wagner
Schriftführerin, stellvertretende Vorsitzende Elke Müller
Vertreterin des Weiterbildungsausschusses Sabine Pulino
Vertreterin des Wickelfachforums Gabriele Fahr
Schatzmeisterin Constanze Wittmann
1. Kassaprüferin Ingrid Walsberger-Müller
2. Kassaprüferin Brigitte Küppenbender-Lamberty

Jänner 2005

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Neuerscheinung - "Wickel und Auflagen"

incl. CD - Rom

Autoren: Annegret Sonn, Ute Baumgärtner, Brigitte Best

ISBN:  31311191128

Verlag: Thieme, Stuttgart

Erscheinungsdatum: Oktober 2004

Preis: € 24,95

Kurzbeschreibung:

Es handelt sich um eine gründlich überarbeitete Fassung des letzen Buches incl. einer CD -  Rom. Auf dieser werden mittels Bildern Wickel und Auflagen einfach und übersichtlich dargestellt. Eine genaue Beschreibung wird in Kürze hier zu lesen sein.

Oktober 2004

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Geburtsanzeige

Voller Freude gibt die stolze Mama bekannt, dass am 22.05.2004 unser Webbaby das Licht der Cyberwelt erblickte.

Es wurde auf den Namen Wickel und Kompressen getauft.

Das Baby ist 2,25 MB schwer und 31 Seiten lang, Augenfarbe grau-blau.

 

Besichtigungsbesuche sind rund um die Uhr möglich und erwünscht unter

www.wickel.biz

Kindsbettgeschenke in Form von Beiträgen, Anregungen, usw. werden gerne angenommen, um auch ein weiteres Wachsen und Gedeihen des Sprösslings zu gewährleisten.

Vater unbekannt.

Wertvolle Hebammendienste bei der Hausgeburt leistete mein immer geduldiger Partner Thomas.

Herzliche Grüße von Mama Evelin

 

© Internationales Fachgremium für Wickel und Kompressen